Mictonorm - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Mictonorm ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Harninkontinenz und häufigem Wasserlassen bei überaktiver Blase eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Propiverinhydrochlorid und gehört zu der Gruppe Blasenspasmolytika. Mictonorm wirkt krampflösend auf die Muskulatur der Harnblase und des Harnleiters. Durch Entkrampfung der Muskulatur wird der Harndrang vermindert.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Mictonorm ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Mictonorm

Zu Therapiebeginn wird 1-mal täglich 1 Tablette zu 15 mg verordnet. Gegebenenfalls kann der Arzt entscheiden, die Dosis auf 45 mg täglich zu erhöhen.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen (wie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Mundtrockenheit, Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Scharfsehen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Mundtrockenheit

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Sehstörungen
  • Schwierigkeiten beim Scharfsehen
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Kopfschmerzen
  • Magenschmerzen
  • Oberbauchschmerzen
  • Verstopfung

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Mictonorm

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Zittern
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnverhalt)
  • Erröten
  • Geschmacksstörungen
  • Blutdrucksenkung
  • Benommenheit

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Mictonorm auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Hautausschlag
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Herzklopfen
  • Unruhe
  • Verwirrtheit
  • Sinnestäuschungen (Halluzinationen)
  • Appetitlosigkeit bei Kindern
  • Schlafstörungen bei Kindern
  • Konzentrationsstörungen bei Kindern

Vorsicht bei diesen Mictonorm-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Unruhe
  • Benommenheit
  • Muskelschwäche
  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Trockenheit der Schleimhäute
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Beeinträchtigung von Herz oder Kreislauf

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer zentralnervösen Störung des Gehirns sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Mictonorm

Mictonorm stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Darmverschluss
  • Harnverhalt
  • Blasenentleerungsstörungen
  • Generelle Muskelschwäche
  • Darmträgheit
  • Entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa)
  • Akute Dickdarmerweiterung mit Fieber und Schmerzen
  • Grüner Star
  • Leberfunktionsstörung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Nervenleiden
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Herzmuskelschwäche
  • Prostatavergrößerung
  • Sodbrennen
  • Verdauungsstörungen
  • Herzrasen

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