Mirtazapin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Mirtazapin ist ein stimmungsaufhellendes Medikament, das bei depressiven Erkrankungen eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff und gehört zur Gruppe der sogenannten noradrenerg und spezifisch serotonerg wirkenden Antidepressiva (NaSSA).

Anwendung von Mirtazapin

Mirtazapin sollte nicht mehr als 45 mg pro Tag eingenommen werden. Achten Sie bei der Einnahme auf ausreichend Flüssigkeit. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist dieses Medikament nicht geeignet.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 15 bis 30 mg am Tag. Die Dosis kann bei zu schwacher Wirkung auf bis zu drei Tabletten täglich erhöht werden. Das Arzneimittel beginnt erst nach 1 – 2 Wochen zu wirken, eine spürbare Besserung der Symptome tritt nach 2 – 4 Wochen ein. Bitte beachten Sie, dass sich die Dosierungsangaben auf Mirtazapin Teva 15 mg Schmelztabletten beziehen.

verstärkter Appetit, Gewichtszunahme, Müdigkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Unter der Anwendung von Mirtazapin kann es zu Nebenwirkungen mit unterschiedlicher Häufigkeit kommen. So kommt es sehr häufig zu folgenden Nebenwirkungen:

  • verstärkter Appetit
  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • trockener Mund

Regelmäßig wurden auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Teilnahmslosigkeit
  • Schwindel
  • Wackeligkeit oder Zittern
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Hautausschlag (Exanthem)
  • Muskelschmerzen (Myalgie)
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Rückenschmerzen
  • Schwindel
  • Wassereinlagerung (Ödeme)

 

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Mirtazapin

Außerdem kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • ungewöhnliche Empfindungen in der Haut (Parästhesie)
  • unruhige Beine
  • Ohnmacht
  • Taubheitsgefühl im Mund (orale Hypästhesie)
  • niedriger Blutdruck
  • Gefühl der Ruhelosigkeit
  • Muskelzuckungen
  • Muskelkontraktionen (Myoklonus)
  • Aggressionen

Schwere Nebenwirkungen bei Mirtazapin

Leider ist auch das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einnahme von Mirtazapin nicht ausgeschlossen. Bei folgenden schweren Nebenwirkungen von Mirtazapin sollte das Medikament sofort abgesetzt werden:

  • hohes Fieber
  • Geschwüre im Mund
  • Störungen in der Produktion von Blutzellen (Knochenmarkdepression)
  • Krampfanfälle (epileptischer Anfall)
  • Serotonin-Syndrom (Suizidgedanken)
  • Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse)

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

  • Schnelle Risikobewertung ermöglichen
  • Arzneimittelsicherheit verbessern
  • Mitmenschen schützen

Besondere Warnhinweise bei Mirtazapin

Mirtazapin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Begleiterkrankungen dar:

  • Personen mit einer schweren Niereninsuffizienz
  • Patienten mit Herzproblemen
  • Schizophrenie

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