Mirtazapin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Mirtazapin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von depressiven Erkrankungen bei Erwachsenen (Episoden einer Major-Depression)[Indikation(en)] eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff Mirtazapin und gehört zu der Gruppe Antidepressiva. Bei einer Depression liegt ein Mangel der Nervenbotenstoffe Serotonin und Noradrenalin vor. Mirtazapin erhöht die Konzentration von Serotonin und Noradrenalin an den Nervenzellen des Gehirns und sorgt dafür, dass die Botenstoffe besser wirken können und die Symptome einer Depression lindern.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Mirtazapin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Mirtazapin

Zu Therapiebeginn wird Erwachsenen mit depressiven Erkrankungen üblicherweise 15 mg bis 45 mg Mirtazapin verordnet. Die übliche Anfangsdosis beträgt 15 mg oder 30 mg täglich. einmal täglich 1 Tablette zu 10 mg verordnet. Gegebenenfalls kann der Arzt entscheiden, die Dosis auf 25 mg täglich zu erhöhen.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit, am besten vor dem Schlafengehen, mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie Beispielsweise bei älteren Patienten ab 60 Jahren werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Verstärkter Appetit, Gewichtsszunahme, Schläfrigkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Mirtazapin Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Demenz und Zittern gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

 

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Verstärkter Appetit
  • Gewichtszunahme
  • Schläfrigkeit
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Trockenen Mund

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Teilnahmslosigkeit
  • Schwindel
  • Wackeligkeit
  • Zittern
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Hautausschlag
  • Gelenkschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schwindel
  • Ohnmacht
  • Schwellung der Füße und Knöchel durch Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Müdigkeit
  • Lebhafte Träume
  • Verwirrtheit
  • Angst
  • Schlafstörungen
  • Gedächtnisprobleme, die in den meisten Fällen nach Behandlungsende abklingen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Mirtazapin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Brennen der Haut
  • Stechen der Haut
  • Kitzeln der Haut
  • Kribbeln der Haut
  • Unruhige Beine
  • Ohnmacht
  • Taubheitsgefühl im Mund
  • Niedriger Blutdruck
  • Albträume
  • Gefühl der Ruhelosigkeit
  • Halluzinationen
  • Bewegungsdrang
  • Gefühl freudiger Erregung

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Mirtazapin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Muskelzuckungen
  • Muskelkontraktionen
  • Aggression
  • Bauchschmerzen und Übelkeit, die auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hinweisen können
  • Anormale Empfindungen im Mund
  • Schwellung im Mund
  • Schwellung am ganzen Körper
  • Örtlich begrenzte Schwellung
  • Zu niedriger Natriumwert im Blut
  • Zu hohe Freisetzung eines bestimmten Hormons (antidiuretisches Hormon)
  • Schlafwandeln
  • Sprachstörung
  • Muskelschmerzen
  • Steifheit der Muskeln
  • Schwäche der Muskeln
  • Dunkler oder verfärbter Urin
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Erhöhte Blutwerte der Creatininkinase
  • Gewichtszunahme (Kinder unter 18 Jahren)
  • Nesselsucht (Kinder unter 18 Jahren)
  • Erhöhter Spiegel von Triglyceriden im Blut (Kinder unter 18 Jahren)
  • Hohes Fieber
  • Halsschmerzen
  • Geschwüre im Mund
  • Häufigere Infektionen
  • Krampfanfälle
  • Schwitzen
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Durchfall
  • Schüttelfrost
  • Übersteigerte Reflexe
  • Ruhelosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Ohnmacht
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Gedanken sich selbst zu verletzen
  • Rötliche Flecken am Rumpf
  • Abschälen der Haut
  • Geschwüre im Mund, im Rachen, in der Nase, an den Genitalien und an den Augen
  • Großflächiger Ausschlag
  • Hohes Fieber
  • Vergrößerte Lymphknoten
  • Gelbfärbung der Haut und der Augen

Vorsicht bei diesen Mirtazapin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Gefühl freudiger Erregung
  • Gelbfärbung der Haut und der Augen
  • Hohes Fieber
  • Halsschmerzen
  • Geschwüre im Mund
  • Häufigere Infektionen
  • Krampfanfälle
  • Schwitzen
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Durchfall
  • Schüttelfrost
  • Übersteigerte Reflexe
  • Ruhelosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Ohnmacht
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Gedanken sich selbst zu verletzen
  • Rötliche Flecken am Rumpf
  • Abschälen der Haut
  • Geschwüre im Mund, im Rachen, in der Nase, an den Genitalien und an den Augen
  • Großflächiger Ausschlag
  • Hohes Fieber
  • Vergrößerte Lymphknoten

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer Manie, einer Leberentzündung, einer Störung im Blutbild (Agranulozytose), eines Mangels an weißen Blutkörperchen, einer Epilepsie, eines Serotonin-Syndroms, einer schweren Hauterkrankung (Stevens-Johnson-Syndrom), einer Arzneimittelüberempfindlichkeit  sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Mirtazapin sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Mirtazapin

Mirtazapin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Bekannte Allergien gegen den Wirkstoff Mirtazapin
  • Patienten, die ebenfalls Monoaminooxidasehemmer gegen Depressionen anwenden
  • Patienten, bei denen bei einer Behandlung mit Mirtazapin Hautausschlag, Hautabschuppung und Blasenbildung der Haut aufgetreten sind
  • Suizidgedanken
  • Verschlechterung einer Depression
  • Epilepsie
  • Leberfunktionsstörungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Herzerkrankungen
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Manisch-depressive Erkrankung
  • Augenerkrankungen
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen

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