Molsidomin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Bevor auf die Nebenwirkungen von Molsidomin eingegangen wird, ist ein kurzer Blick auf die Wirkweise hilfreich. Molsidomin ist ein Medikament, das den gleichnamigen Wirkstoff Molsidomin enthält. Dabei wird es zu Bekämpfung verschiedener Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße angewendet. Ein konkretes Behandlungsgebiet ist die Vorbeugung und Langzeitbehandlung von Angina pectoris (Brustenge). Bei dieser fühlen Patienten einen Herzschmerz aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen. Hier kommt Molsidomin dann zur Anwendung, wenn andere Arzneimittel nicht die erwartete Wirkung erzielten oder nicht vertragen wurden.

Anwendung von Molsidomin

Die Dosierung von Molsidomin richtet sich stets nach dem Schweregrad Ihrer Erkrankung. Meist wird empfohlen ein bis zweimal täglich eine Retardtablette einzunehmen. Wird durch diese Dosis nicht die gewünschte Wirkung erzielt, kann die Menge auch auf drei Tabletten am Tag erhöht werden. Unter bestimmten Umständen, wie bei einer Leber- oder Nierenerkrankung, kann eine niedrigere Dosis als im Beipackzettel angegeben verschrieben werden. Nehmen Sie jedoch niemals mehr Tabletten ein als vorgeschrieben. Im Falle einer Überdosierung kann es zu zahlreichen Nebenwirkungen kommen, welche sich durch Kollapszustände, Schock, Schwindel und Schwächegefühl äußern können. In diesem Fall müssen Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben. Die Dauer der Therapie mit diesem Medikament bestimmt Ihr Arzt.

Häufige Nebenwirkungen bei Molsidomin

Unter der Anwendung von Molsidomin kann es zu Nebenwirkungen mit unterschiedlicher Häufigkeit kommen. So kommt es häufig zu Kopfschmerzen, welche vor allem am Anfang der Behandlung auftreten. Auch bei der Anpassung der eingenommenen Dosis kann diese Nebenwirkung auftreten und sollte im Verlauf der Therapie wieder abklingen. Darüber hinaus kommt es selten zu allergischen Reaktionen auf der Haut. Auch andere Überempfindlichkeitsreaktionen, welche sich durch Atembeschwerden oder Asthma äußern, sind nach der Einnahme von diesem Medikament festgestellt worden. Manche Personen klagen zudem über Übelkeit als Nebenwirkung.

Schwere Nebenwirkungen bei Molsidomin

Leider ist auch das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einnahme von Molsidomin nicht ausgeschlossen. So kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen, die gar in einem anaphylaktischen Schock enden können. Auch ein Blutdruckabfall, welcher in einen Kollaps oder einen Schock münden kann, wurde sehr selten festgestellt. Einige dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen können lebensbedrohlich sein und müssen daher unter allen Umständen gemeldet werden. Sollten Sie derartige Symptome bemerken, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt auf. Außerdem sollte das Medikament in diesem Fall abgesetzt und die Therapie nur unter Aufsicht fortgeführt werden.

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

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Besondere Warnhinweise bei Molsidomin

Unter bestimmten Umständen, wie bei einer Herzmuskelerkrankung oder einem akuten Herzinfarkt, darf das Medikament nur mit Vorsicht eingenommen werden. Sollten Sie unter niedrigem Blutdruck leiden, wird Ihr Arzt die Therapie besonders überwachen und gegebenenfalls die Dosierung anpassen. Da bei diesem Arzneimittel ein verzögerter Wirkungseintritt erfolgt, ist es nicht zur Durchbrechung eines akuten Angina-pectoris-Anfalls geeignet. Bewahren Sie das Medikament immer weit von Kindern auf und nehmen sie es nicht während einer Schwangerschaft oder der Stillzeit ein, um eine Nebenwirkung für das Kind zu verhindern.

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