Mydocalm - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Mydocalm ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung der krankhaft erhöhten Spannung der Skelettmuskulatur nach einem Schlaganfall  eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Tolperisonhydrochlorid und gehört zu der Gruppe der Muskelrelaxanzien. Tolperison wirkt direkt auf die Reizweiterleitung im Nervensystem. Durch diese Wirkung entspannt die Muskulatur wieder.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Mydocalm ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Mydocalm

Zu Therapiebeginn wird Erwachsenen üblicherweise 3-mal täglich 1 bis 3 Tablette Mydocalm verordnet. 

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Nehmen Sie die Tabletten nach einer Mahlzeit ein. 

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Gerötete Haut, Juckreiz der Haut, Hautausschlag - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Mydocalm Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Suchbegriff Gewichtszunahme gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

Laut Beipackzettel sind keine häufigen Nebenwirkungen bekannt.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Mydocalm

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Gerötete Haut
  • Juckreiz der Haut
  • Hautausschlag
  • Nesselsucht
  • Hitzegefühl der Haut
  • Schwellung im Bereich der Unterhaut und Schleimhaut
  • Mundtrockenheit
  • Oberbauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Mydocalm auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot
  • Stuhldrang
  • Blutdruckabfall
  • Anaphylaktischer Schock
  • Verwirrtheit
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Konzentrationsstörungen
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Muskelschwäche
  • Schwitzen

Vorsicht bei diesen Mydocalm-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Gesichtsröte
  • Hautausschlag
  • Starkes Hautjucken 
  • Hauterhebungen
  • Pfeifender Atem
  • Atembeschwerden 
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot
  • Schluckbeschwerden
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Niedriger Blutdruck
  • Rascher Blutdruckabfall
  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Krampfanfällen
  • Verschwommensehen 
  • Muskelschwäche 

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion oder Überempfindlichkeit sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Mydocalm sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt. 

Besondere Warnhinweise bei Mydocalm

Mydocalm stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren
  • Nierenfunktionsstörung
  • Leberfunktionsstörung
  • Rasche Ermüdung der Muskulatur

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