Nifurantin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Nifurantin ist ein Medikament, das zur Behandlung bakterieller Harnwegsinfektionen (einfache Blasenentzündung, chronische Harnwegsinfektionen, Nierenbeckenentzündung) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Nitrofurantoin und gehört zur Gruppe der Antibiotika.

Anwendung von Nifurantin

Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.
Nifurantin darf nicht im letzten Schwangerschaftsdrittel eingenommen werden.
Die Einnahme während der ersten 6 Monate muss mit einem Arzt besprochen werden. In der Regel gibt es Alternativen, die besser verträglich sind.
Während der Stillzeit entscheidet ein Arzt, ob Sie das Medikament nehmen dürfen.

Übelkeit, Schwindel, Juckreiz bei Nifurantin - Die häufigsten Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Nifurantin kann es mit unterschiedlicher Häufigkeit zu Nebenwirkungen kommen.

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Koordinationsstörung
  • Störungen im Zusammenspiel der Bewegungen (Ataxie)
  • Augenzittern
  • allergische Reaktionen (z. B. Hautausschlag, Juckreiz, Arzneimittelfieber)

Selbst schon durchgestanden? Melden Sie Ihre Erfahrungen mit Nebenwirkungen online.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Nifurantin

  • Leberentzündung (erste Anzeichen machen sich durch Hautjucken oder grau gefärbter Stuhl bemerkbar)
  • Gelbsucht
  • Gallenstauung

Schwere Nebenwirkungen bei Nifurantin

  • lebensbedrohliche bis tödliche Lungenbeschwerden: Kurzatmigkeit, Atembeschwerden, Atemnot, Schmerzen im Brustkorb
  • anaphylaktischer Schock aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion
  • allergisches Lungenödem
  • Verwirrtheit
  • Depression
  • Blutarmut
  • Nervenstörungen
  • Entzündung des Sehnervs
  • Narbenbildung in der Lunge (Lungenfibrose)
  • Hautausschläge mit Blasenbildung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Ohrspeichseldrüse
  • Taubheitsgefühl an Händen und Füßen

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

  • Schnelle Risikobewertung ermöglichen
  • Arzneimittelsicherheit verbessern
  • Mitmenschen schützen

Besondere Warnhinweise bei Nifurantin

Nifurantin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Begleiterkrankungen dar:

  • Nierenprobleme, Niereninsuffizienz
  • verminderte Harnausscheidung (Ligurie, Anurie)
  • Nervenentzündung (Neuritis, Polyneuritis)
  • Schwangerschaft (letztes Drittel)
  • Angeborener Defekt roter Blutkörperchen (Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase)
  • Frühgeborene oder Säuglinge bis zum 3. Lebensmonat

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patientin und Anwenderin umso wichtiger: Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit.

Sie leiden auch unter den Nebenwirkungen?

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und melden Sie Ihre Nebenwirkungen in unter 2 Minuten.
✔ Melden Sie Ihre Beschwerden hier sicher und direkt an den Hersteller
✔ Helfen Sie Ihren Mitmenschen und schützen Sie dabei Ihre Identität
✔ Erhalten Sie Rückmeldung über die offizielle Erfassung Ihres Falles

Noch unbekanntes Risiko

  • erhöhter Schädeldruck
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Absterben von Leberzellen
  • Leberentzündung
  • Nierenfunktionsstörung
  • Entzündungen der Wände der Blutgefäße mit einhergehenden Hautveränderungen (Läsionen)

Um die bisher unbekannten Nebenwirkungen im Beipackzettel zu aktualisieren, ist es wichtig, dass Sie als Patient Ihre Erfahrungen mit Nebenwirkungen melden. Ihre Angaben helfen die Risiken und Nebenwirkungen besser einschätzen zu können.

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