Nifurantin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Nifurantin ist ein Medikament, das zur Behandlung bakterieller Harnwegsinfektionen (einfache Blasenentzündung, chronische Harnwegsinfektionen, Nierenbeckenentzündung) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Nitrofurantoin und gehört zur Gruppe der Antibiotika.

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Anwendung von Nifurantin

Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.
Nifurantin darf nicht im letzten Schwangerschaftsdrittel eingenommen werden.
Die Einnahme während der ersten 6 Monate muss mit einem Arzt besprochen werden. In der Regel gibt es Alternativen, die besser verträglich sind.
Während der Stillzeit entscheidet ein Arzt, ob Sie das Medikament nehmen dürfen.

Übelkeit, Schwindel, Juckreiz bei Nifurantin - Die häufigsten Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Nifurantin kann es mit unterschiedlicher Häufigkeit zu Nebenwirkungen kommen.

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Koordinationsstörung
  • Störungen im Zusammenspiel der Bewegungen (Ataxie)
  • Augenzittern
  • allergische Reaktionen (z. B. Hautausschlag, Juckreiz, Arzneimittelfieber)

Selbst schon durchgestanden? Melden Sie Ihre Erfahrungen mit Nebenwirkungen online.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Nifurantin

  • Leberentzündung (erste Anzeichen machen sich durch Hautjucken oder grau gefärbter Stuhl bemerkbar)
  • Gelbsucht
  • Gallenstauung

Vorsicht bei diesen Nifurantin-Nebenwirkungen

  • lebensbedrohliche bis tödliche Lungenbeschwerden: Kurzatmigkeit, Atembeschwerden, Atemnot, Schmerzen im Brustkorb
  • anaphylaktischer Schock aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion
  • allergisches Lungenödem
  • Verwirrtheit
  • Depression
  • Blutarmut
  • Nervenstörungen
  • Entzündung des Sehnervs
  • Narbenbildung in der Lunge (Lungenfibrose)
  • Hautausschläge mit Blasenbildung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Ohrspeichseldrüse
  • Taubheitsgefühl an Händen und Füßen

Besondere Warnhinweise bei Nifurantin

Nifurantin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Begleiterkrankungen dar:

  • Nierenprobleme, Niereninsuffizienz
  • verminderte Harnausscheidung (Ligurie, Anurie)
  • Nervenentzündung (Neuritis, Polyneuritis)
  • Schwangerschaft (letztes Drittel)
  • Angeborener Defekt roter Blutkörperchen (Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase)
  • Frühgeborene oder Säuglinge bis zum 3. Lebensmonat

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patientin und Anwenderin umso wichtiger: Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit.

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Noch unbekanntes Risiko

  • erhöhter Schädeldruck
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Absterben von Leberzellen
  • Leberentzündung
  • Nierenfunktionsstörung
  • Entzündungen der Wände der Blutgefäße mit einhergehenden Hautveränderungen (Läsionen)

Um die bisher unbekannten Nebenwirkungen im Beipackzettel zu aktualisieren, ist es wichtig, dass Sie als Patient Ihre Erfahrungen mit Nebenwirkungen melden. Ihre Angaben helfen die Risiken und Nebenwirkungen besser einschätzen zu können.

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