Olanzapin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Olanzapin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Psychosen, depressiven Verstimmungen und Ängstlichkeit eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Olanzapin und gehört zu der Gruppe der atypischen Neuroleptika. Psychosen sind häufig mit einem Ungleichgewicht der Botenstoffe Serotonin und Dopamin verbunden. Olanzapin blockiert bestimmte Bindungsstellen (Rezeptoren) von Serotonin und teilweise auch von Dopamin. Die Wirkung der Botenstoffe kann so wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Beschwerden der Psychosen werden gelindert.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Olanzapin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

Inhalte

Anwendung von Olanzapin

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 1-mal täglich 1 Tablette Olanzapin zu 10 mg verordnet. 

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie beispielsweise Angst, Halluzinationen oder depressiver Verstimmung werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Gewichtszunahme, Schläfrigkeit, Erhöhung von Prolaktin im Blut - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Olanzapin Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Tod, Unruhe und Hautausschlag gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Gewichtszunahme
  • Schläfrigkeit
  • Erhöhung des Prolaktinwertes im Blut

 

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Veränderungen der Werte einiger Blutzellen und Blutfette
  • Erhöhung der Blutglukosewerts im Blut und Urin
  • Verstärktes Hungergefühl
  • Schwindel
  • Ruhelosigkeit
  • Zittern
  • Muskelsteifheit 
  • Muskelkrämpfe 
  • Blickkrämpfe
  • Sprachstörungen
  • Ungewöhnliche Bewegungen von Gesicht oder Zunge 
  • Verstopfung
  • Mundtrockenheit
  • Ausschlag
  • Schwäche
  • Starke Müdigkeit
  • Wassereinlagerung der Hände, der Füße und Knöchel (Ödeme)
  • Schwindel beim Übergang vom Liegen ins Stehen
  • Ohnmacht
  • Langsamer Herzschlag
  • Sexuelle Funktionsstörungen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Olanzapin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Langsamer Herzschlag
  • Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht
  • Harninkontinenz
  • Haarausfall
  • Fehlen oder Abnahme der Regelblutung
  • Veränderungen der Brustdrüse bei Männern und Frauen 
  • Abnormale Bildung von Milch
  • Brustvergrößerung bei Männer und Frauen

 

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Olanzapin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Allergische Reaktion 
  • Schwellung im Mund und Hals
  • Juckreiz
  • Ausschlag
  • Entwicklung oder Verschlechterung von Diabetes mellitus 
  • Ketoacidose (Ketonen im Blut und Urin) 
  • Erniedrigung der normalen Körpertemperatur
  • Krampfanfälle
  • Fieber
  • Schnelle Atmung
  • Schwitzen
  • Muskelsteifheit
  • Benommenheit 
  • Schläfrigkeit
  • Krämpfe der Augenmuskulatur, die zu rollenden Bewegungen der Augen führen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Blutgerinnsel
  • Tiefe Beinvenenthrombose 
  • Blutgerinnsel in der Lunge
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Schwere Magenschmerzen
  • Übelkeit verursacht
  • Lebererkrankungen 
  • Gelbfärbungen der Haut und der Augen
  • Muskelerkrankung
  • Muskelschmerzen
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Verlängerte oder schmerzhafte Erektion
  • Schlaganfall
  • Lungenentzündung
  • Harninkontinenz
  • Stürze
  • Extreme Müdigkeit
  • Optische Halluzinationen
  • Erhöhung der Körpertemperatur
  • Hautrötung 
  • Schwierigkeiten beim Gehen
  • Verschlimmerung von Parkinson
  • Milchabsonderungen bei Frauen
  • Ausbleiben der Regelblutung

Vorsicht bei diesen Olanzapin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • SchnellerHerzschlag
  • Aggressives Verhalten
  • Sprachstörungen
  • Ungewöhnliche Bewegungen besonders des Gesichts oder der Zunge
  • Bewusstseinsveränderungen
  • Plötzlich auftretende Verwirrtheit
  • Krampfanfälle 
  • Epilepsie
  • Koma
  • Fieber 
  • Schneller Atmen 
  • Schwitzen
  • Muskelsteifheit 
  • Benommenheit 
  • Schläfrigkeit
  • Verlangsamung der Atmung
  • Aspiration
  • Hoher oder niedriger Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer verstärkten Psychose, einer allergischen Reaktion oder einer Herzerkrankung sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Olanzapin

Olanzapin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Patienten, über 65 Jahre
  • Diabetes mellitus
  • Herzerkrankung
  • Leberfunktionsstörungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Parkinson
  • Epilepsie
  • Schwierigkeiten mit der Prostata
  • Darmverschluss
  • Blutbildveränderungen
  • Schlaganfall 
  • Schlaganfall mit geringgradiger Schädigung

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