Orgalutran - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Orgalutran ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Verhinderung des zu frühen Eisprungs eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Ganirelix und gehört zu der Gruppe GnRH-Antagonisten. Orgalutran hemmt die Wirkungen des natürlichen Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH). GnRH reguliert die Ausschüttung der Gonadotropine (Luteinisierendes Hormon (LH) und follikelstimulierendes Hormon (FSH)), welche eine wichtige Rolle in der menschlichen Fruchtbarkeit und Fortpflanzung spielen. Bei Frauen wird das durch Orgalutran gehemmte LH für den Eisprung benötigt. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Orgalutran ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Orgalutran

Orgalutran (0,25 mg) sollte einmal täglich unter die Haut, vorzugsweise in den Oberschenkel  injiziert werden. Es ist wichtig, die Anwendungsstelle immer zu wechseln, damit es nicht zur Hautschädigung kommt. 

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen (eingeschränkte Leberfunktion, Nierenerkrankung) werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Rötung, Schwellung, Übelkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Rötung am Anwendungsort
  • Schwellung am Anwendungsort

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

Laut Beipackzettel sind keine häufigen Nebenwirkungen bekannt.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Orgalutran

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Krankheitsgefühl

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Orgalutran auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Hautausschlag
  • Gesichtsschwellung
  • Atmungsprobleme
  • Akute allergische Reaktion
  • Wassereinlagerungen
  • Verschlechterung eines vorbestehenden Ekzems

Vorsicht bei diesen Orgalutran-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Hautrötungen
  • Schwellungen
  • Ödem
  • Hautausschlag

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Orgalutran sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Orgalutran

Orgalutran stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Allergie auf einen der Bestandteilen
  • Nierenerkrankung
  • Leberprobleme
  • Schwangerschaft und Stillzeit

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