Ovitrelle - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Ovitrelle ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das bei unerfüllten Kinderwunsch eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Choriogonadotropin  alfa. Durch Ovitrelle wird das Follikelwachstum und die Follikelreifung im Eierstock angeregt. Ovitrelle bereitet die Eizellen der Frau auf eine nachfolgende In-vitro-Fertilisation vor.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Ovitrelle ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Ovitrelle

Bei Ovitrelle handelt es sich um eine Fertigspritze, mit einer Arzneistofflösung um injizieren. Ovitrelle wird 24 bis 48 Stunden nach der letzten Verabreichung eines follikelstimulierenden Hormon oder humanen Menopausengonadotropin- Präparates angewendet, sobald die optimale Stimulation des Follikelwachstums erreicht ist. Die Behandlung mit Ovitrelle erfolgt unter Aufsicht und Koordination eines Arztes.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Lokale Rötungen an der Einstichstelle, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Ovitrelle Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Unterleibsschmerzen und Übelkeit gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Lokale Rötungen an der Einstichstelle
  • Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Unterleibsschmerzen
  • Vermehrte Bildung und Reifung von Eizellen
  • Müdigkeit
  • Reaktionen an der Einstichstelle

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Ovitrelle

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Schwindel
  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Brennen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen (Harnwegsinfektion)
  • Schlaflosigkeit
  • Depression
  • Reizbarkeit
  • Unruhe
  • Durchfall
  • Schmerzende Brüste

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Ovitrelle auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Leichte bis schwere Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Anaphylaktischer Schock
  • Verschluss von Blutgefäßen oder Venen (Thrombose)
  • Leichte reversible Hautreaktionen
  • Hautausschlag

Vorsicht bei diesen Ovitrelle-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Blutgerinnsel
  • Brustschmerzen
  • Atemlosigkeit
  • Hirnschlag
  • Herzinfarkt
  • Eileiterschwangerschaft
  • Verdrehung der Eierstöcke

Diese Symptome können u. a. Anzeichen eines thromboembolischen Ereignisses oder allgemeine Folgen der ärztlich assistierten Konzeption sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Ovitrelle

Ovitrelle stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Venenentzündung
  • Eierstockkrebs
  • Gebärmutterkrebs
  • Brustkrebs
  • Vergrößerung der Eierstöcke
  • Eierstockzysten
  • Vaginale Blutungen ohne erkennbaren Grund
  • Gehirntumor
  • Funktionsstörung der Schilddrüse
  • Nebennierenerkrankung
  • Eileiterschwangerschaft
  • Menopause
  • Gutartige Geschwüre der Gebärmutter (Myome)

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