Paracetamol - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Bevor auf die Nebenwirkungen von Paracetamol eingegangen wird, ist ein kurzer Blick auf die Wirkweise hilfreich. Paracetamol ist ein leichtes Schmerzmittel, welches auf dem gleichnamigen Wirkstoff Paracetamol basiert. Es gehört zu den Analgetika und Antipyretika. Als solches ist es sowohl schmerzlindernd als auch fiebersenkend. Das Medikament wird zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber verwendet. Dabei blockiert es die Bildung bestimmter Botenstoffe, welche maßgeblich an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen beteiligt sind.

Anwendung von Paracetamol

Erwachsene können 1-2 Tabletten bis zu viermal am Tag einnehmen. Es sollte lediglich ein Abstand von sechs Stunden beachtet werden, welcher unabhängig von der Mahlzeit ist. Bei Kindern mit weniger als 33 Kilogramm Körpergewicht, sollte die Dosierung halbiert werden. Somit empfiehlt es sich am Tag viermal eine halbe Tablette einzunehmen. Bei Kindern über 33 Kilogramm Körpergewicht kann viermal am Tag eine Tablette eingenommen werden.
Das Arzneimittel sollte ohne ärztlichen Rat niemals mehr als 3-4 Tage hindurch eingenommen werden. Bei anhaltenden Beschwerden, Schmerzen oder Fieber, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Häufige Nebenwirkungen bei Paracetamol

Im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln wie Diclofenac oder ASS gilt Paracetamol als gut verträglich und kann nach derzeitigem Wissensstand auch während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden. Allerdings kann Paracetamol, wenn man den Wirkstoff zu lange einnimmt, die Leber angreifen. Symptome einer solchen Überdosierung sind Übelkeit, Schläfrigkeit, Erbrechen und ungewöhnlich starkes Schwitzen.

Schwere Nebenwirkungen bei Paracetamol

Leider sind nach der Einnahme von diesem Medikament keine schwerwiegenden Nebenwirkungen ausgeschlossen. So gibt es Berichte von schweren Hautreaktionen, wie Nessel- oder Hautausschlag, und Schockreaktionen. Bei empfindlichen Personen kann es zudem zu einem Analgetika-Asthma (pseudoallergische Reaktion) kommen. Dies beschreibt die Verengung der Atemwege.

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

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Besondere Warnhinweise bei Paracetamol

Bei chronischem Alkoholismus, einer Beeinträchtigung der Leber- oder Nierenfunktion oder bei einer vorgeschädigten Niere, sollte die Behandlung im Vorhinein mit einem Arzt abgeklärt werden. Genauso sollten sich Schwangere vor der Einnahme an einen Arzt wenden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass das Medikament während der Stillzeit nicht verwendet werden sollte.
Bei der Kombination mit weiteren Medikamenten können Wechselwirkungen entstehen. Sollte also ein weiteres Arzneimittel eingenommen werden, muss dies mit dem Arzt oder Apotheker abgesprochen werden. Um eine Überdosierung zu vermeiden, sollte das andere Medikament kein Paracetamol enthalten.
Beim längeren, gewohnheitsmäßigen Gebrauch können beim Behandelten Kopfschmerzen auftreten. Diese dürfen auf keinen Fall mit einer erhöhten Dosis behandelt werden. Im Allgemeinen kann die Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination von verschiedenen Wirkstoffen, zu einer dauerhaften Nierenschädigung und einem Nierenversagen führen.

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