Pipamperon - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Pipamperon  ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Schlafstörungen und psychomotorischen Erregungszuständen eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff Pipamperon und gehört zu der Gruppe der Neuroleptika. Neuroleptika hemmen Dopaminrezeptoren im Gehirn. Dadurch wirken sie dämpfend und verringern Stimmungsschwankungen da die euphorisierende Dopaminwirkung gehemmt wird.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Pipamperon ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Pipamperon

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 1-mal täglich 1 Tablette Pipamperon zu 40 mg verordnet. Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen, wie beispielsweise bei Patienten mit  psychomotorischen Erregungszustände, werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer wird immer Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.

Schläfrigkeit,Depressionen, Bluthochdruck - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Pipamperon Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Gewichtszunahme und Nasenbluten gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Bewusstseinsstörungen im wachen Zustand (Somnolenz)

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Depression
  • Bluthochdruck
  • Sitzunruhe
  • Krämpfe der Streckmuskulatur des Halses und des Rückens
  • Störung des physiologischen Bewegungsablaufes einer Körperregion
  • Herzrasen (Tachykardie)
  • Ungewöhnlich niedriger Blutdruck beim Aufstehen
  • Erbrechen
  • Nesselausschlag (Urtikaria)
  • Muskelkrämpfe
  • Ausbleiben der Periode
  • Gangstörungen
  • Schwäche
  • Kraftlosigkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Pipamperon

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

Laut Beipackzettel sind keine gelegentlichen Nebenwirkungen bekannt.

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Pipamperon auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Laut Beipackzettel sind keine seltenen Nebenwirkungen bekannt.

Vorsicht bei diesen Pipamperon-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Krampfanfälle
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Herzrasen (Tachykardie)
  • Somnolenz
  • Kraftlosigkeit
  • Erbrechen
  • Müdigkeit
  • Zittern
  • Herzrhythmusstörungen
  • Atemschwierigkeiten
  • Thromboembolie

Diese Symptome können u. a. Anzeichen eines Malignen Neuroleptischen Syndroms (MNS) sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Pipamperon

Pipamperon stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Ältere Patienten über 85 Jahren
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Demenz
  • Niereninsuffizienz
  • Zustände, die mit einer Dämpfung des zentralen Nervensystems einhergehen (z. B. Koma, akute Alkohol-, Schlafmittel-, Analgetika-, Psychopharmaka-Intoxikationen)
  •  Parkinson-Krankheit

Wechselwirkungen treten mit folgenden Arzneimitteln auf:

  • Hypnotika
  • Sededativa
  • Analgetika
  • Psychopharmaka
  • Antihistaminika
  • Alkohol
  • Opiate
  • Barbiturate
  • Antiepileptika
  • Levodopa
  • Bromocriptin
  • Lisurid
  • Antihypertonika
  • Antiarrhythmika

 

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