Pylera - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Pylera ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von einer Helicobacter pylori Infektion eingesetzt wird. Es enthält als Wirkstoffkombination Zitronensäure, Metronidazol, Bismut-Kalium und Tetracyclin und gehört zu der Gruppe der Antibiotika. Pylera ist ein Arzneimittel, welches zur Behandlung von Helicobacter pylori eingesetzt wird. Helicobacter pylori ist ein Bakterium, welches in der Magenschleimhaut vorkommt und Magengeschwüre auslösen kann. Citronensäure und Bismut-Kalium unterstützen die Antibiotika, Metronidazol und Tetracyclin, in Ihrer Wirkung.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Pylera ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Pylera

Zu Therapiebeginn wird Erwachsenen üblicherweise 4-mal täglich 3 Kapseln Pylera verordnet.

Nehmen Sie die Kapseln zu einer festen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein. Nehmen Sie die Kapseln immer nach der jeweiligen Mahlzeit ein. Pylera muss immer in Kombination mit Omeprazol, als Magenschutz, eingenommen werden.

Es ist wichtig, den gesamten Behandlungszeitraum von 10 Tagen einzuhalten und alle 120 Kapseln einzunehmen.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer wird immer Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.

Dunkel gefärbter Stuhl, Durchfall, Übelkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Pylera Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Suchbegriff schwarzer Stuhl gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

 

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Dunkel gefärbter Stuhl
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Schlechter oder metallischer Geschmack

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Mundtrockenheit
  • Erbrechen
  • Abgehen von Winden/ Bauchgasen
  • Kopfschmerzen
  • Schwächegefühl
  • Gefühl der Kraftlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Vaginalinfektionen mit Jucken und Reizungen am Genitaltrakt, Brennen oder gelblicher Vaginalausfluss
  • Weißer Vagnalausfluss
  • Erhöhte Leberenzymwerte
  • Dunkel gefärbter Harn
  • Verlust/ Verminderung des Appetits
  • Schwindel
  • Benommenheitsgefühl
  • Schläfrigkeit
  • Hautprobleme
  • Hautausschlag

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Pylera

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Schwellungen des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens
  • Schluckbeschwerden
  • Atembeschwerden
  • Juckender Hautausschlag
  • Nesselausschlag
  • Blähungsgefühl
  • Blähungen
  • Aufstoßen
  • Wunde Stellen im Mund
  • Mundgeschwüre
  • Veränderungen der Zungenfarbe
  • Zungenschwellung
  • Brustschmerzen
  • Beschwerden im Brustbereich
  • Hefepilzinfektionen, die im Mund oder an den Genitalien auftreten können. Symptome sind weiße Punkte im Mund oder ein starker Juckreiz, Brennen und Wundsein an den Genitalien
  • Benommenheit
  • Kribbeln
  • Taubheitsgefühl
  • Zittern
  • Angstgefühl
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Gedächtnisstörungen
  • Hautprobleme wie Juckreiz oder Nesselsucht
  • Verschwommenes Sehen
  • Schwindelgefühl im Kopf (Vertigo)

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Pylera auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Laut Beipackzettel sind keine seltenen Nebenwirkungen bekannt.

 

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Schwerwiegende Erkrankungen mit Blasenbildung der Haut und im Mund, Augen und Genitalbereich
  • Grippeähnliche Symptome
  • Ausschlag zunächst Im Gesicht, weitet sich dann auf andere Körperteile aus
  • Hohes Fieber
  • Vermehrtes Auftreten weißer Blutkörperchen
  • Lymphdrüsenschwellung
  • Abblättern der Haut
  • Steifer Hals
  • Extreme Lichtempfindlichkeit
  • Hirnhautentzündung
  • Nervenschäden
  • Taubheit der Haut
  • Kribbeln oder Schmerzen der Haut
  • Schwächegefühl in den Armen oder Beinen
  • Entzündungen des Dickdarms

Vorsicht bei diesen Pylera-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens
  • Schluckbeschwerden
  • Atemprobleme
  • Verengung der Atemwege
  • Juckender Hautausschlag mit Schwellung (Nesselsucht)
  • Blasenbildung der Haut
  • Ablösung der Haut
  • Fieber
  • Steifer Hals
  • Steifer Nacken
  • Halluzinationen
  • Probleme Arme und Beine zu bewegen
  • Sprechstörungen
  • Verwirrtheit
  • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Ermüdung
  • Gelbsucht (Gelbfärbung der Augen und der Haut)
  • Dunkler Urin
  • Hellgrauer oder weißer Stuhl

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion, eines Stevens-Johnson-Syndroms, eines Lyell-Syndroms einer Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) oder eines Cockayne-Syndroms sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Pylera

Pylera stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Bestehende, bekannte Allergien gegen die Inhaltsstoffe
  • Patienten, welche sich einer Röntgenuntersuchung unterziehen müssen
  • Patienten, welche sich Bluttests unterziehen müssen
  • Patienten, welche unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten
  • Psychische Erkrankungen, welche mit Lithium behandelt werden
  • Blutgerinnungsstörungen, welche mit Warfarin behandelt werden
  • Epilepsie, welche mit Phenytoin oder Phenobarbital behandelt werden
  • Transplantationen
  • Lungeninfektionen

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Während der Behandlung mit Pylera dürfen Sie sich keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen und keine Sonnenbank benutzen, da die Wirkung der Sonnenstrahlung durch die Behandlung verstärkt werden kann. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Sonnenbrand bekommen haben.

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