Rantudil - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Rantudil ist ein entzündungshemmendes und schmerzstillendes Medikament und kann zum Beispiel bei akuten und chronischen Gelenkentzündungen, entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen sowie schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen eingesetzt werden. Es enthält den Wirkstoff Acemetacin und gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Anthirheumatika.

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Anwendung von Rantudil

Das Medikament ist sowohl als normale Hartkapsel als auch in retardierter Form, bei der der Wirkstoff verzögert freigesetzt wird, erhältlich. In der Regel wird eine Dosierung von 60 bis 180 mg pro Tag, verteilt auf 1 bis 3 Einzelgaben, empfohlen. Das Präparat wird unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen. Eine Einnahme auf nüchternen Magen sollte vermieden werden. Personen mit empfindlichem Magen wird die Einnahme zu einer Mahlzeit empfohlen. Nähere Informationen zur genauen Dosierung entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Beipackzettel.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall - Die häufigsten Nebenwirkungen

Unter der Anwendung kann es zu Nebenwirkungen mit unterschiedlicher Häufigkeit kommen. So kommt es häufig zu:

  • Verdauungsstörungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Hautausschläge
  • Hautjucken

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Rantudil

Gelegentlich kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Wasseransammlungen im Körper
  • Ohrgeräusche
  • Mundschleimhautentzündungen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen

Vorsicht bei diesen Rantudil-Nebenwirkungen

Leider ist auch das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einnahme nicht ausgeschlossen. So kann es zu diesen Nebenwirkungen kommen:

  • schwere allergische Reaktionen
  • Atemstörungen
  • Jucken, Quaddeln und Schwellungen
  • Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen

Wird eine derartige schwerwiegende Nebenwirkung beobachtet, muss das Medikament umgehend abgesetzt werden.

Besondere Warnhinweise bei Rantudil

  • Insbesondere Personen mit einer schweren Niereninsuffizienz sind für das Auftreten schwerer Nebenwirkungen gefährdet, da bei ihnen der Wirkstoff nicht mehr richtig ausgeschieden und sich somit im Körper anreichern kann.
  • Patienten, bei denen in der Vergangenheit bereits Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre aufgetreten sind, dürfen das Medikament nicht einnehmen.
  • Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei Personen mit schwerer Herzmuskelschwäche oder Hirnblutungen.

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