Risperdal - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Risperdal ist ein Antipsychotikum, das den Wirkstoff Risperidon enthält. Es gehört zur Gruppe der sogenannten atypischen Neuroleptika. Als solches blockiert es im Gehirn die Rezeptoren für den Nervenbotenstoff Dopamin. Dadurch können beispielsweise Halluzinationen gelindert werden. Zudem blockiert Risperidon auch Rezeptoren für Serotonin, Adrenalin und Noradrenalin. Dadurch geht aggressives Verhalten zurück und die Konzentrationsfähigkeit wird verbessert. Risperdal wird eingesetzt zur Behandlung von Schizophrenie und Manie sowie von länger dauernder Aggression.

Anwendung von Risperdal

Genauere Informationen zur richtigen Dosierung von Risperdal liefert der Beipackzettel. Das Medikament ist in unterschiedlichen Stärken von 0,5 mg bis 4 mg erhältlich. Die Dosierung richtet sich nach der zugrundeliegenden Erkrankung. In der Regel wird mit einer niedrigen Dosierung begonnen und diese dann schrittweise gesteigert. Das Medikament kann ein- oder zweimal täglich eingenommen werden. Die Aufnahme wird durch Nahrung nicht beeinflusst.

Kopfschmerzen, Erkältungssymptome, Gewichtszunahme - Die häufigsten Nebenwirkungen

Häufig sind es folgende Nebenwirkungen:

  • Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Erkältungssymptome
  • Harnwegsinfektionen
  • Gewichtszunahme
  • Schlafstörungen
  • Lichtempfindlichkeit der Haut
  • Magen- und Darminfektionen
  • niedriger Blutdruck
  • Zyklusstörungen bei Frauen

Schwere Nebenwirkungen bei Risperdal

Leider ist auch das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einnahme nicht ausgeschlossen:

  • Verwirrtheit
  • Bewusstseinseinschränkungen
  • hohem Fieber
  • Muskelsteifheit

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

  • Schnelle Risikobewertung ermöglichen
  • Arzneimittelsicherheit verbessern
  • Mitmenschen schützen

Besondere Warnhinweise bei Risperdal

Insbesondere Personen mit einer schweren Niereninsuffizienz sind für das Auftreten schwerer Nebenwirkungen gefährdet, da bei ihnen der Wirkstoff nicht mehr richtig ausgeschieden und sich somit im Körper anreichern kann. Besondere Vorsicht ist auch geboten bei Patienten mit Leberproblemen, Herzerkrankungen, Parkinson, Epilepsie oder Diabetes.

Sie leiden auch unter den Nebenwirkungen?

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