Ritalin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Ritalin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Methylphenidat-Hydrochlorid und gehört zu der Gruppe Betäubungsmittel. Ritalin sorgt dafür, dass im Gehirn bestimmte Botenstoffe vermehrt vorliegen. Durch dieses Vorliegen der Botenstoffe wird mehr Aufmerksamkeit und Wachheit erzeugt.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Ritalin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

Inhalte

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Anwendung von Ritalin

Zu Therapiebeginn wird Erwachsenen üblicherweise 2-mal bis 3-mal täglich 1 Tablette Ritalin verordnet.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Nehmen Sie die Tabletten zu einer Mahlzeit ein.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie Beispielsweise Kinder ab 6 Jahren und Patienten mit Narkolepsie (Einschlafattacken) werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Verringerter Appetit, Kopfschmerzen, Nervosität - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Ritalin Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriff Depression gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Verringerter Appetit
  • Kopfschmerzen
  • Nervosität
  • Schlaflosigkeit
  • Unwohlsein
  • Trockener Mund

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Gelenkschmerzen
  • Fieber
  • Haarausfall
  • Dünnerwerdendes Haar
  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Appetitverlust
  • Panikattacken
  • Verringerter Geschlechtstrieb
  • Zahnschmerzen
  • Juckreiz
  • Ausschlag der Haut
  • Gerötete, juckende Haut
  • Quaddeln
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Reizungen der Nase, Rachen
  • Kurzatmigkeit
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Erhöhter Blutdruck
  • Schneller Herzschlag
  • Kalte Hände und Füße
  • Schütteln
  • Zittern
  • Schwindelgefühl
  • Unkontrollierbare Bewegungen
  • Gefühl der inneren Unruhe
  • Überaktivität
  • Aggressivität
  • Aufgeregtheit
  • Ruhelosigkeit
  • Ängstlichkeit
  • Depression
  • Reizbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Magenschmerzen
  • Durchfall
  • Unwohlsein im Magen
  • Verdauungsstörungen
  • Durst
  • Erbrechen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Ritalin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Verstopfung
  • Beschwerden im Brustkorb
  • Blut im Urin
  • Doppeltsehen
  • Verschwommenes Sehen
  • Muskelschmerzen
  • Muskelzuckungen
  • Muskelverspannungen
  • Erhöhte Leberwerte
  • Zorn
  • Weinerlichkeit
  • Übersteigerte Wahrnehmung der Umgebung

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Ritalin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Veränderungen im Geschlechtstrieb
  • Desorientierung
  • Erweiterte Pupillen
  • Sehschwierigkeiten
  • Anschwellen der Brüste beim Mann
  • Starke Hautrötung
  • Herzinfarkt
  • Plötzlicher Tod
  • Muskelkrämpfe
  • Kleine rote Flecken auf der Haut
  • Entzündung der Arterien im Gehirn
  • Verstopfte Arterien im Gehirn
  • Leberfunktionsstörungen
  • Leberversagen
  • Koma
  • Veränderungen in Lebertests und Bluttests
  • Selbsttötungsversuch
  • Selbsttötung
  • Mangel an Gefühlen
  • Mangel an Emotionen
  • Ständiges Wiederholen von Dingen
  • Besessenheit von einer Sache
  • Taubheit
  • Prickeln der Finger oder Zehen
  • Farbveränderungen in Fingern und Zehen
  • Starke Migräne
  • Sehr hohes Fieber
  • Langsamer Herzschlag
  • Schneller Herzschlag
  • Zusätzliche Herzschläge
  • Epilepsie
  • Halluzinationen
  • Verwirrung
  • Starke Magenschmerzen
  • Starke Übelkeit mit starkem Erbrechen
  • Schlaganfall
  • Redefluss
  • Dauererektion
  • Schmerzhafte Dauererektion
  • Häufigere Erektionen
  • Gewichtszunahme
  • Längenwachstum von Kindern beeinträchtigt

Vorsicht bei diesen Ritalin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Stimmungsschwankungen
  • Stimmungswechsel
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Selbsttötungsgedanken
  • Psychose
  • Halluzinationen
  • Redefluss
  • Unkontrollierbare Bewegungen
  • Schwellung des Gesichtes der Lippen und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot
  • Kurzatmigkeit
  • Pfeifendes Atmen
  • Überaktivität
  • Herzinfarkt
  • Epilepsie
  • Abschälen der haut
  • Rote Flecken auf der Haut
  • Muskelkrämpfe
  • Lähmungen und Bewegungsstörungen
  • Sprachprobleme
  • Abnahme der Blutzellen
  • Infektionen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Anstieg der Körpertemperatur
  • Sehr hoher Blutdruck
  • Fieberkrämpfe
  • Ohnmacht
  • Schmerzen im Brustkorb

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion, einer Herzerkrankung, einer Erkrankung des zentralen Nervensystems und einer Infektion sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Ritalin

Ritalin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Leberfunktionsstörungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Epilepsie
  • Alkoholismus
  • Zucken verschiedener Körperteile
  • Hoher Blutdruck
  • Herzerkrankungen
  • Psychische Erkrankungen
  • Blutgerinnungsstörungen

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