Roactemra - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Roactemra ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Arthritis und bei Arterienerkrankungen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Tocilizumab und gehört zu der Gruppe der monoklonalen Antikörper. Tocilizumab wird aus bestimmten Immunzellen gewonnen. Dieser Wirkstoff blockiert ein bestimmtes Enzym, das an Entzündungsvorgängen im Körper beteiligt ist. Somit werden Beschwerden bei Arthritis und Arterienerkrankungen verringert.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Roactemra ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Roactemra

Bei Roactemra handelt es sich um eine Fertigspritze. Die übliche Tagesdosis für Erwachsene beträgt 1 Fertigspritze pro Woche.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie beispielsweise Kindern unter 2 Jahren und Patienten mit spezielleren Formen von Arthritis werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Infektionen der oberen Atemwege, Husten, verstopfte Nase - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Roactemra Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Suchbegriff Gewichtszunahme gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Infektionen der oberen Atemwege
  • Husten
  • Verstopfte Nase
  • Laufende Nase
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Hohe Blutfettwerte 
  • Erhöhtes Cholesterin
  • Reaktionen an der Einstichstelle

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Lungenentzündung
  • Gürtelrose
  • Fieberblasen
  • Blasen der Haut
  • Hautinfektionen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Quaddeln
  • Allergische Reaktionen
  • Infektionen der Augen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Bluthochdruck
  • Geschwüre im Mund oder Magen
  • Bauchschmerzen
  • Flüssigkeitsansammlung der Unterschenkel
  • Gewichtszunahme
  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Abnormaler Leberfunktionstest (Transaminase erhöht)
  • Erhöhte Bilirubinwerte bei Blutuntersuchungen
  • Niedriger Fibrinogenspiegel im Blut

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Roactemra

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Entzündliche Erkrankung des Dickdarms
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Magenschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Rote, geschwollene oder entzündete Stellen im Mund
  • Hohe Blutfettwerte
  • Magengeschwüre
  • Nierensteine
  • Schilddrüsenunterfunktion

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Roactemra auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Schwerer Hautausschlag
  • Schwere Blasenbildung der Haut und Abschälen der Haut
  • Tödliche allergische Reaktion
  • Entzündung der Leber
  • Gelbsucht mit Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel
  • Niedrige Werte an weißen Blutkörperchen und/oder roten Blutkörperchen 
  • Niedrige Werte an Thrombozyten
  • Leberversagen

Vorsicht bei diesen Roactemra-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Engegefühl in der Brust
  • Benommenheit
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Quaddeln
  • Schwellung von Lippen, Zunge oder Gesicht
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Blasen im Mund oder auf der Haut
  • Magenschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Müdigkeit
  • Gelbsucht (gelbe Verfärbung der Haut oder der Augäpfel)

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion, schweren Infektion oder einer Lebertoxizität sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Roactemra

Roactemra stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Kinder unter 1 Jahr
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Tuberkulose
  • Magengeschwüre
  • Darmgeschwüre
  • Entzündliche Erkrankung des Dickdarms
  • Lebererkrankungen
  • Impfungen knapp vor der Einnahme von Roactemra
  • Krebs
  • Herz-Kreislauferkrankungen

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