Roferon - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Roferon ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Hepatitis A, Hepatitis C, Blutkrebs und anderen Krebsarten (Nierenzellkarzinom, Kaposi Sarkom, follikuläres Non Hodgkin Lymphom und bösartigen Hautkrebs) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Interferon-alfa 2a und gehört zu der Gruppe Interferone. Interferon-alfa 2a erkennt entartete Strukturen im menschlichen Körper. Ein Wachstum der Krebszellen wird dadurch verhindert oder die Wirkung der Zellen auf den Körper verändert. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Roferon ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Roferon

Roferon ist eine Fertigspritze zum Injizieren. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen die Lösung einspritzen oder Ihnen eine genaue Anleitung geben, wie Sie die Lösung selbst spritzen können. Versuchen Sie nicht Roferon zu spritzen, ohne dass es Ihnen vorher ausführlich erklärt worden ist bzw Sie sich unsicher mit der Handhabung der Fertigspritze fühlen. Ihre Dosis sollte normalerweise nicht mehr als 36 Millionen internationale Einheiten (I.E) pro Tag betragen.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen (Haarzell-Leukämie, chronische myeloische Leukämie, kutanes T-Zell-Lymphom, Kaposi-Sarkom, Nierenzell-Karzinom, Hepatitis B, Hepatitis C, Follikuläres- Non Hodgkin Lymphom und malignen Melanom)werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Grippeähnliche Symptome, Müdigkeit, Schüttelfrost - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Grippeähnliche Symptome
  • Müdigkeit
  • Schüttelfrost
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Schwitzen
  • Fieber
  • Appetitverlust
  • Übelkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Roferon

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Blutarmut
  • Müdigkeit
  • Blasse Haut
  • Kurzatmigkeit
  • Verminderte Anzahl an Blutplättchen
  • Blutergüsse
  • Blutungen
  • Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Anfälligkeit für Infektionen erhöht
  • Bitterer Geschmack
  • Mundtrockenheit
  • Gewichtsabnahme
  • Zu hoher oder zu niedriger Blutdruck
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Herzklopfen
  • Brustschmerz
  • Ödeme der Lunge, verbunden mit Atemnot
  • Blaue Farbe der Haut oder der Lippen
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Austrocknung
  • Gestörter Elektrolythaushalt im Körper
  • Schwitzen
  • Ausschlag
  • Trockene Haut
  • Juckreiz der Haut
  • Schuppenflechte
  • Laufende Nase
  • Nasenbluten
  • Haarausfall
  • Haarverlust
  • Kopfweh
  • Benommenheit
  • Kribbeln, Zittern oder Taubheit eines Körperteils
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Angst
  • Vergesslichkeit
  • Verwirrtheit
  • Depression
  • Selbstmordgedanken

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Roferon auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Lungenentzündung
  • Fieber
  • Lippenherpes
  • Genitalherpes
  • Arthritis
  • Quaddelbildung auf der Haut
  • Schwellung von Gesicht, der Lippen oder der Zunge mit Verengung der Atemwege
  • Atemnot
  • Schluckbeschwerden
  • Ausschlag
  • Sarkoidose
  • Funktionsstörungen der Schilddrüse
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall 
  • Erbrechen
  • Sodbrennen
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse
  • Herzprobleme
  • Lungenprobleme
  • Atemnot
  • Husten
  • Entzündung der Blutgefäße
  • Leberfunktionsstörung
  • Nierenversagen
  • Leichte Rötung oder Schmerzen an der Einstichstelle
  • Lupus erythematodes
  • Schwindel
  • Impotenz
  • Krampfanfälle
  • Epilepsie
  • Schlaganfall
  • Koma
  • Transplantatabstoßung
  • Wiederauftretendes Magengeschwür mit Blutungen im Magen- Darmtrakt
  • Verlust des Sehens
  • Absterben der Haut
  • Diabetes
  • Erhöhung der Blutfettwerte
  • Tränende Augen
  • Bindehautentzündung
  • Verschwommenes Sehen

Vorsicht bei diesen Roferon-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals mit Verengung der Atemwege
  • Atemnot
  • Schluckbeschwerden
  • Pfeifende Atemgeräusche
  • Nesselsucht
  • Verschwommenes Sehen
  • Verlust des Sehens
  • Traurigkeit
  • Mangelndes Selbstwertgefühl
  • Selbstmordgedanken

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion, einer Verschlechterung der Sehfähigkeit oder einer Depression sein.

 Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Roferon

Roferon stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche
  • Herzerkrankung
  • Nierenerkrankung
  • Lebererkrankung
  • Leberzirrhose
  • Knochenmarksstörung
  • Epilepsie
  • Psychische Erkrankungen
  • Schuppenflechte
  • Funktionsstörung der Schilddrüse
  • Entzündung der Blutgefäße
  • Organtransplantationen
  • Niedrige Anzahl an Blutzellen
  • Diabetes
  • Auffälligkeiten im Blut
  • Chronische Hepatitis C
  • HIV

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