Saizen - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Saizen ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Förderung des Wachstums bei Kindern und Jugendlichen und zur Behandlung von Erwachsenen mit Wachstumshormonmangel eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Somatropin und gehört zu der Gruppe der humanen Wachstumshormonen. Somatropin hat die gleiche Struktur wie das beim Menschen natürlich vorkommende Wachstumshormon, das durch eine Hirndrüse abgesondert wird. Die Hauptwirkung von Somatropin ist die Förderung des Wachstums, daneben beeinflusst es den Protein-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Saizen ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Saizen

Die Dosierung und Dosierungshäufigkeit von Saizen wird von Ihrem Arzt festgelegt und ist abhängig von Ihrem (oder Ihres Kindes) Körpergewicht oder Körperoberfläche. Im Allgemeinen sollte der Arzneistoff täglich, vor dem Zubettgehen subkutan (unter die Haut) injiziert werden. Es ist wichtig, die Injektionsstelle immer zu wechseln, damit es nicht zur Hautschädigung kommt.

Wählen Sie keine Stellen, an denen Sie Schwellungen, feste Knoten, Gewebeveränderungen oder Schmerzen spüren. Wenn Sie Ihre Injektion vergessen haben, informieren Sie Ihren Arzt, da es erforderlich sein kann, zum Ausgleich die Dosierung etwas zu ändern.

Übelkeit, Erbrechen, Sehstörung - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen 
  • Sehstörungen
  • Gelenkschmerzen
  • Periphere Ödeme (Schwellung) 

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Hautrötung
  • Juckreiz
  • Schwellung
  • Hautausschlag
  • Nesselsucht
  • Schmerzen
  • Entzündung
  • Blutungen
  • Ungewöhnliche Ansammlung von Blut außerhalb von Blutgefäßen 
  • Stechen in den Fingern
  • Brennen in den Fingern
  • Taubheitsgefühl in den Fingern
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkfunktionsstörungen 
  • Kopfschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Saizen

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Brustvergrößerung 

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Saizon auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Epiphysenverschiebung des Oberschenkelknochens (ein Hüftproblem, das einsetzt, wenn der Schenkelhalskopf in der Wachstumsfuge vom Schenkelhals abgleitet) 
  • Hinken 
  • Hüftschmerzen 
  • Knieschmerzen

Vorsicht bei diesen Saizen-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung 
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerz
  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schwere oder wiederkehrende Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Übelkeit 
  • Erbrechen

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer Flüssigkeitsansammlung, Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Hirndrucksteigerung sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Saizen sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Saizen

Saizen stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Allergie auf einen der Bestandteilen
  • Erbkrankheit des Zuckerstoffwechsels
  • Aktiver Tumor (Krebs)
  • Diabetes
  • Hirnerkrankung
  • Störung der Schilddrüsenfunktion
  • Nierenerkrankung
  • Augenerkrankung aufgrund von Diabetes
  • Schwangerschaft und Stillzeit

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