Saridon - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Saridon ist ein rezeptfreies Medikament, das zur Behandlung von akut leichten bis mäßig starken Schmerzen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Acetylsalicylsäure und gehört zu der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika. Acetylsalicylsäure wirkt gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Saridon ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Saridon

Zu Therapiebeginn wird Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren 1 bis 2 Tabletten Saridon verordnet. Die Tagesgesamtdosis darf 6 Tabletten Saridon nicht übersteigen. 

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Magen-Darmbeschwerden, Sodbrennen, Übelkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Magen-Darmbeschwerden
  • Sodbrennen 
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Saridon

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Hautreaktionen
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Rötungen der Haut

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Saridon auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Hirnblutungen
  • Magen-Darmgeschwüre 
  • Magen-Darm-Durchbruch 
  • Magen-Darmblutungen
  • Schwarzer Stuhl 
  • Blutiges Erbrechen
  • Magenblutung 
  • Magen-Darm-Entzündungen
  • Schwere Hautreaktionen 
  • Fieberhafter Hautausschlag mit Schleimhautbeteiligung
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Atemwege
  • Blutdruckabfall
  • Anfälle von Atemnot
  • Entzündungen der Nasenschleimhaut
  • Verstopfte Nase
  • Allergischer Schock
  • Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem).
  • Erhöhungen der Leberwerte
  • Verminderte Anzahl an Blutplättchen
  • Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Nasenbluten
  • Zahnfleischbluten
  • Hautblutungen
  • Blutungen im Harntrakt
  • Schlaflosigkeit
  • Gestörtes Hörvermögen
  • Ohrgeräusche

Vorsicht bei diesen Saridon-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwarzer Stuhl
  • Blutiges Erbrechen
  • Schwellung von Gesicht, Lippen und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme 
  • Atemnot
  • Ohrensausen
  • Hörstörungen
  • Schwitzen
  • Blässe
  • Appetitlosigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer Magenblutung, einer Überdosierung oder einer allergischen Reaktion sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Saridon

Saridon stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren
  • Asthma
  • Akute Magen- und Darmgeschwüre
  • Erhöhte Blutungsneigung
  • Leberfunktionsstörungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Herzmuskelschwäche
  • Patienten, die gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen
  • Allergien
  • Geplante, bevorstehende Operationen
  • Alkoholmissbrauch
  • Leberzirrhose
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Herzrhythmusstörungen
  • Angststörungen

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