Stelara - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Das Medikament enthält den monoklonalen Antikörper Ustekinumab und wird zur Behandlung von entzündlichen Krankheiten angewendet. Stelara wird als so genanntes Imunsuppressivum bezeichnet. Dies sind Medikamente, die, um zu wirken, einen Teil des körpereigenen Immunsystems unterdrücken. Das Medikament wird bei Schuppenflechte (Plaque-Psoriasis), bei Erkrankungen der Gelenkte (Psoriatischer Arthritis) und bei mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn angewendet.

Anwendung von Stelara

Das Medikament ist dafür vorgesehen, dass die Anwendung nur unter strenger ärztlicher Kontrolle geschieht. Sie sollten das Medikament immer genau nach Anweisungen Ihres Arztes einnehmen und den Beipackzettel genau lesen. Das Medikament wird unter die Haut gespritzt.

  • Für Erwachsene wird zur Behandlung von Psoriatischer Arthritis eine Dosis von 45 mg empfohlen. Bei Patienten, die mehr als 100 Kilogramm wiegen, kann die Anfangsdosis bei 90 mg liegen. Zur Behandlung von Morbus Crohn wird zu Beginn eine Dosis von ungefähr 6 mg pro Kilogramm verwendet. Die nächste Dosis wird auf 90 mg erhöht.
  • Bei Kindern und Jugendlichen, die weniger als 60 Kilogramm wiegen, wird zur Behandlung von Psoriasis eine Dosis von 0,75 mg pro Kilogramm empfohlen. Nach der ersten Dosis, wird die zweite vier Wochen später und danach alle zwölf Wochen verabreicht.

Durchfall, Übelkeit, Erbrechen - Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Müdigkeitsgefühl
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Juckreiz
  • Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Halsentzündungen
  • Rötungen und Schmerzen an der Injektionsstelle

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Stelara

  • Zahnentzündungen
  • vaginale Hefepilzinfektionen
  • Depressionen
  • verstopfte Nase
  • Blutungen
  • Schwächegefühl
  • hängenden Augenlidern
  • Ablösen der Haut
  • Akne
  • Infektionen

Schwere Nebenwirkungen bei Stelara

  • Allergische Reaktionen:
  • Beschwerden beim Atmen oder Schlucken
  • niedriger Blutdruck
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund und Hals
  • Hautausschlag
  • Nesselausschlag

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

  • Schnelle Risikobewertung ermöglichen
  • Arzneimittelsicherheit verbessern
  • Mitmenschen schützen

Besondere Warnhinweise bei Stelara

Bitte beachten Sie, dass einige Impfstoffarten während der Behandlung mit Stelara nicht angewendet werden sollen. In der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollte das Medikament nicht angewendet werden. Nach der Einnahme des Medikaments muss von Frauen im gebärfähigen Alter bis zu mindestens 15 Wochen danach eine zuverlässige Verhütungsmethode verwendet werden. Falls Sie andere Arzneimittel einnehmen oder kürzlich eingenommen haben, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt darüber informieren.

Bei Kindern unter 12 Jahren wird Stelara zur Behandlung von Psoriasis nicht verwendet. Dies gilt ebenso für die Behandlung von psoriatischer Arthritis oder Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Sie leiden auch unter den Nebenwirkungen?

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und melden Sie Ihre Nebenwirkungen in unter 2 Minuten.
✔ Melden Sie Ihre Beschwerden hier sicher und direkt an den Hersteller
✔ Helfen Sie Ihren Mitmenschen und schützen Sie dabei Ihre Identität
✔ Erhalten Sie Rückmeldung über die offizielle Erfassung Ihres Falles