Tafil - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Tafil ist ein Beruhigungsmittel. Es handelt sich bei dem Präparat um ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine. Angewendet wird es zur Behandlung von Angstzuständen, bei akuter oder chronischer Spannung oder Erregung. Bevor Sie Tafil in der Schwangerschaft einnehmen, fragen Sie zuerst Ihren behandelnden Arzt. Leiden Sie unter Vorerkrankungen der Muskeln, der Leber oder bestehen Vergiftungen durch übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum, darf das Medikament nicht eingenommen werden.

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Anwendung von Tafil

Nehmen Sie das Medikament nur nach vorheriger Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein und halten Sie sich an die vorgeschriebenen Angaben zur Dosierung und zur Dauer der Anwendung.

Generell sollte die Dosis so gering wie möglich gewählt werden und die Einnahme nur so lange erfolgen, wie unbedingt nötig. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

  • Für Erwachsene gilt eine maximale Tagesdosis von 0,75 bis 1,5 mg Alprazolam. Die Einnahme erfolgt drei Mal täglich mit einer Einzeldosis von 0,25 bis 0,5 mg.
  • Unter ärztlicher Kontrolle kann die Tagesdosis in Einzelfällen auf bis zu 4 mg Alprazolam erhöht werden. Aufgrund des Risikos von Nebenwirkungen sollte die Dosierung bei älteren Menschen oder Personen, die unter Leber- oder Nierenfunktionsstörungen leiden, verringert werden. Die Einnahme soll nicht abrupt beendet werden, sondern über ein bis drei Tage in stetig verringerter Dosierung erfolgen, sozusagen „ausschleichend“.

Depressionen, Verwirrungen, Desorientierung - Die häufigsten Nebenwirkungen

Wie jedes Arzneimittel kann auch Tafil unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen:

  • verringerter Appetit
  • Depressionen
  • Verwirrung
  • Desorientierung
  • Sexuelle Unlust
  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Verstopfung
  • Übelkeit
  • Mundtrockenheit

Vorsicht bei diesen Tafil-Nebenwirkungen

Diese schweren Nebenwirkungen sind möglich:

  • seelische und körperliche Abhängigkeit
  • Absetzungserscheinungen
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Realitätsverlust
  • Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen
  • Gedächtnisstörungen
  • Verstärkung bestehender Depressionen

Besondere Warnhinweise bei Tafil

Nehmen Sie gleichzeitig Schmerzmittel, angstlösende Medikamente oder Schlafmittel ein, kann es außerdem zu Wechselwirkungen kommen. Dabei kann sich die Wirkung der Medikamente verstärken und Abhängigkeiten treten häufiger auf. Werden muskelerschlaffende Mittel eingenommen, erhöht sich die Sturzgefahr drastisch. Vorsicht ist auch geboten, bei Medikamenten, die die Produktion bestimmter Leberenzyme hemmen oder bei Präparaten gegen Magengeschwüre. Ihr behandelnder Arzt kann Sie beraten, welche Arzneimittel nicht gemeinsam mit Tafil eingenommen werden dürfen und welche einer ausführlichen Kontrolle Ihres Blutes bedürfen. Auch Ihr Apotheker kennt den Beipackzettel und kann Sie zu Wechsel- und Nebenwirkungen beraten.

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