Terbinafin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Terbinafin  ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Pilzinfektionen der Haut und Nägel eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff und gehört zu der Gruppe der Allylamine. Es reichert sich in der Haut an und stört den Stoffwechsel der Pilze.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Terbinafin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Terbinafin

Üblicherweise wird einmal täglich 1 Tablette zu 250 mg verordnet. Nehmen Sie die Tablette zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Die Anwendungsdauer unterscheidet sich je nach Infektionsort. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Verdauungsstörungen, Hautausschlag, Muskelschmerzen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Terbinafin Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Geschmack, Leber, Depression und Haarausfall gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Verdauungsstörungen
  • Völlegefühl 
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Verminderter Appetit oder Appetitlosigkeit
  • Hautausschlag
  • Rötung der Haut mit Juckreiz (Nesselsucht)
  • Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Kopfschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Terbinafin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Geschmacksstörungen
  • Vorübergehender Verlust des Geschmacks

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Terbinafin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Allgemeines Unwohlsein
  • Leberfunktionsstörung
  • Verminderte Anzahl bestimmter Blutzellen
  • Leichteres Auftreten einer Blutung oder Blutergusses
  • Schwindel, Drehschwindel
  • Taubheitsgefühl und Kribbeln
  • Verminderte Berührungsempfindlichkeit
  • Überempfindlichkeitsreaktion mit Hautausschlag und Gesichtsschwellung
  • Haarausfall

Vorsicht bei diesen Terbinafin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals
  • Juckreiz
  • Langanhaltende Übelkeit
  • Erbrechen
  • Gelbe Verfärbungen von Haut oder Augen
  • Dunkelbraun gefärbter Urin
  • Schmerzen im rechten Oberbauch

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion oder Leberfunktionsstörung sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Terbinafin sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Terbinafin

Terbinafin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Leberfunktionsstörung
  • Schuppenflechte
  • Schwangerschaft oder Stillzeit

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