Topiramat - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Topiramat ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung unterschiedlicher Epilepsieformen und zur Vorbeugung eines Migräneanfalls eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Topiramat und gehört zu der Gruppe der Antiepileptika. Topiramat blockiert bestimmte Transportkanäle für Ionen im Gehirn und verstärkt zudem die Wirkung eines bestimmten Botenstoffes im Gehirn. Durch diese Effekte werden die epileptischen Anfälle gelindert und die Muskeln können entkrampfen.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Topiramat ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Topiramat

Zu Therapiebeginn nehmen Erwachsene 1 Tablette 2-mal täglich morgens und abends ein. Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie beispielsweis bei unterschiedlichen Epilepsieformen oder bei der Vorbeugung von Migräne werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Gewichtsverlust, Kribbeln in Armen und Beinen, Benommenheit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Topiramat Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Kopfschmerzen und Gewichtsabnahme gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Gewichtsverlust
  • Kribbeln in den Armen und Beinen
  • Benommenheit
  • Schläfrigkeit
  • Schwindel
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Verstopfte oder laufende Nase
  • Halsschmerzen
  • Müdigkeit
  • Depression

 

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Veränderungen der Stimmung oder des Verhaltens
  • Wut
  • Nervosität
  • Traurigkeit
  • Gewichtszunahme
  • Verminderter Appetit
  • Fehlender Appetit
  • Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen
  • Verwirrtheit
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Langsames Denken
  • Undeutliche Sprache
  • Ungeschicklichkeit beim Gehen
  • Probleme beim Gehen
  • Unwillkürliches Zucken von Armen, Händen oder Beinen
  • Berührungen nicht wahrnehmen können
  • Unwillkürliche Bewegung der Augen
  • Veränderter Geschmackssinn
  • Sehstörungen
  • Verschwommenes Sehen
  • Doppelbilder Sehen
  • Klingeln in den Ohren
  • Ohrenschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Nasenbluten
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Magenbeschwerden
  • Verdauungsstörungen
  • Mundtrockenheit
  • Kribbeln im Mund
  • Taubheit des Mundes
  • Nierensteine
  • Häufiges Wasserlassen
  • Schmerzhaftes Wasserlassen
  • Haarausfall
  • Hautausschlag
  • Hautjucken
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelzittern
  • Muskelschwäche
  • Brustschmerz
  • Fieber
  • Kraftverlust
  • Unwohlsein
  • Allergische Reaktion

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Topiramat

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Kristalle im Urin
  • Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen oder Blutplättchen
  • Erhöhte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophile)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Verlangsamter Herzschlag
  • Geschwollene Drüsen im Nacken, Achseln oder Leistengegend
  • Zunahme der Krampfanfälle
  • Sprachprobleme
  • Speichel nicht haltbar
  • Unruhe
  • Erhöhte geistige Aktivität
  • Bewusstseinsverlust
  • Ohnmacht
  • Langsame oder verlangsamte Bewegung
  • Beeinträchtigte Schlafqualität
  • Veränderter Geruchssinn
  • Probleme mit der Handschrift
  • Gefühl von Bewegung unter der Haut
  • Augenprobleme
  • Trockene Augen
  • Lichtempfindlichkeit der Augen
  • Unwillkürliche Augenbewegungen
  • Tränende Augen
  • Verminderte Sehkraft
  • Veränderter Hörsinn
  • Heiserkeit der Stimme
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Blähungen
  • Sodbrennen
  • Verlust der Gefühlsempfindung im Mund
  • Zahnfleischbluten
  • Völlegefühl
  • Gasbildung im Magen und Darm
  • Brennen und Schmerzen im Mund
  • Mundgeruch
  • Urin – oder Stuhlverlust
  • Dringendes Bedürfnis zu urinieren
  • Schmerzen in der Nierengegend
  • Schmerzen in der Harnblase durch Nierensteine
  • Verringertes Schwitzen
  • Gar kein Schwitzen
  • Hautverfärbungen
  • Lokales Anschwellen der Haut
  • Anschwellen des Gesichts
  • Anschwellen der Gelenke
  • Muskelsteifigkeit
  • Erhöhte Säurewerte im Blut
  • Niedriger Kaliumspiegel im Blut
  • Vermehrter Appetit
  • Vermehrtes Durstgefühl
  • Niedriger Blutdruck
  • Abfallender Blutdruck beim morgendlichen Aufstehen
  • Hitzewallungen
  • Grippeähnliches Gefühl
  • Kalte Hände und Füße
  • Lernprobleme
  • Störungen der sexuellen Funktion
  • Halluzinationen
  • Probleme sich sprachlich zu äußern

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Topiramat auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Erhöhte Empfindlichkeit der Haut
  • Geruchssinn beeinträchtigt
  • Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom)
  • Übersäuerung
  • Lösung der oberen Hautschicht von der darunter liegenden Hautschicht
  • Anschwellen des Geweben um das Auge
  • Schmerzen
  • Kältegefühl in Zehen und Fingern
  • Kalkablagerungen im Gewebe
  • Erkrankungen des Sehnervs
  • Anschwellen der Bindehaut im Auge
  • Anormales Verhalten
  • Aggression
  • Teilnahmslosigkeit
  • Einschlafstörungen
  • Selbstmordgedanken
  • Trägheit
  • Schlafrhythmus gestört
  • Fieber

Vorsicht bei diesen Topiramat-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung von Gesicht, der Lippen und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot
  • Krämpfe
  • Benommenheit
  • Sprachstörungen
  • Sehen von Doppelbildern
  • Beeinträchtigtes Denken
  • Probleme mit der Koordination
  • Bewusstseinseintrübung
  • Niedriger Blutdruck
  • Bauchschmerzen
  • Erregbarkeit
  • Schwindel
  • Depressionen 

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion bei einer Überdosierung sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Topiramat sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Topiramat

Topiramat stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Kinder unter 2 Jahren
  • Durchfall
  • Atemwegserkrankungen
  • Epilepsie
  • Nierensteine
  • Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
  • Nierenfunktionsstörung
  • Leberfunktionsstörung
  • Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut zur sauren Seite 
  • Engwinkelglaukom
  • Kürzlich stattgefundene größere Operation

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