Trusopt - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Trusopt wird als Medikament vor allem zur Behandlung unterschiedlicher Augenerkrankungen, die vor allem mit einem erhöhten Augeninnendruck einhergehen, eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise der Grüne Star (Glaukom), Offenwinkelglaukom oder das Pseudoexfoliationsglaukom. Beim Grünen Star beispielsweise liegt eine Erkrankung des Sehnervs vor, da dieser vor allem durch den hohen Augeninnendruck beschädigt wird. Zudem wird die Netzhaut des Auges nicht mehr genügend durchblutet. Eine Nichtbehandlung führt somit zur Sehverschlechterung. Hauptwirkstoff von Trusopt ist Dorzolamid. Dieser Wirkstoff ist vor allem für seine Senkung des Augeninnendruckes bekannt und findet sich daher in diesem Medikament wieder. Dorzolamid zählt zur Arzneimittelgruppe der Carboanhydrashemmer. Um die Wirkung zu verbessern, wird Dorzolamid häufig zusammen mit Betablockern verwendet, die auch unter dem Namen „Betablocker-Augentropfen“ bekannt sind.

Anwendung von Trusopt

Trusopt sollten Sie genau nach Anweisung Ihres Arztes verwenden und dementsprechend dosieren. Wurde keine spezielle Absprache getroffen, erfolgt die Anwendung wie folgt: Tropfen Sie jeweils einen Tropfen morgens, mittags und abends in das betroffene Auge, bzw. in den Bindehautsack im Auge. Wenn Sie das Medikament zusammen mit oben erwähnten Betablocker-Augentropfen verwenden, so tropfen Sie sich jeweils morgens und abends einen Tropfen von Trusopt in den Bindehautsack des betroffenen Auges. Die Dauer der Anwendung bespricht Ihr Arzt mit Ihnen, eine Maximaldauer ist bei Trusopt nicht angezeigt.

Häufige Nebenwirkungen bei Trusopt

Mit zu den häufigen Nebenwirkungen zählen unter anderem:

  • Stechen oder Brennen in den Augen
  • verschwommenes Sehen durch Erkrankung der Hornhaut
  • Juckreiz
  • Tränen der Augen
  • Entzündungen und/oder Reizungen am Augenlid
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Trusopt

  • Bitterer Geschmack im Mund
  • Müdigkeit
  • Entzündung der Regenbogenhaut des Auges

Schwere Nebenwirkungen bei Trusopt

Bedauerlicherweise werden auf dem Beipackzettel auch schwere Nebenwirkungen aufgelistet, über die Sie Bescheid wissen sollten:

  • vorübergehende Kurzsichtigkeit
  • Flüssigkeitseinlagerungen unter der Netzhaut
  • niedriger Augeninnendruck
  • Verkrustung der Augenlider
  • Kribbeln und ein Taubheitsgefühl in Händen/Fingern oder Füßen
  • Nasenbluten
  • schwere Hautreaktionen (Nesseln, Ausschlag)
  • Allergische Reaktionen Anschwellen von Lippen oder des Mundes, Schluckbeschwerden
  • pfeifendes Atmen oder Kurzatmigkeit

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

  • Schnelle Risikobewertung ermöglichen
  • Arzneimittelsicherheit verbessern
  • Mitmenschen schützen

Besondere Warnhinweise bei Trusopt

Bei der Anwendung des Medikaments sollten Sie keineswegs überempfindlich gegenüber dem Wirkstoff Dorzolamid reagieren. Ebenso entfällt eine Anwendung, wenn Sie unter Nierenproblemen, wie etwa Nierensteinen oder sonstigen Nierenerkrankungen leiden. Auch das Tragen von weichen Kontaktlinsen kann eine Rolle bei der Anwendung spielen, fragen Sie daher im Vorfeld Ihren Arzt. Informieren Sie Ihren Arzt auch über Medikamente, die Sie einnehmen (oder bis vor kurzem eingenommen haben), vor allem wenn diese den Wirkstoff Acetazolamid (zugehörig zur selben Klasse wie im Medikament enthalten). Das Bedienen oder Führen von Maschinen und Fahrzeugen wird nicht empfohlen, vor allem dann nicht, wenn Sie unscharf / verschwommen sehen.

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