Tysabri - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Tysabri ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung der Multiplen Sklerose eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Natalizumab und gehört zu der Gruppe der monoklonalen Antikörper. Bei multipler Sklerose entstehen Entzündungen im Gehirn. Tysabri verhindert ein Eindringen der Entzündungszellen ins Gehirn und vermindert auf diese Weise Nervenschädigungen, die durch multiple Sklerose entstehen können.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Tysabri ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Tysabri

Die Zubereitung und Verabreichung von Tysabri erfolgt durch einen in der Behandlung erfahrenen Arzt. Die Tagesdosis für Erwachsene beträgt 300 mg 1-mal innerhalb von 4 Wochen.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen  werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Harnwegsinfektionen, Halsschmerzen, Laufende Nase - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Tysabri Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Suchbegriff Haarausfall gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Harnwegsinfektionen
  • Halsschmerzen
  • Laufende Nase
  • Verstopfte Nase
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Zittern
  • Juckender Hautausschlag
  • Erbrechen
  • Fieber

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Tysabri

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Schwere Allergien
  • Überempfindlichkeiten
  • Gehirnerkrankungen

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Tysabri auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Ungewöhnliche Infektionen
  • Abnahme der roten Blutkörperchen
  • Blasse Haut
  • Kurzatmigkeit
  • Kraftlosigkeit

Vorsicht bei diesen Tysabri-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Unerklärliches Fieber
  • Schwerer Durchfall
  • Kurzatmigkeit
  • Anhaltender Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Gewichtsverlust
  • Lustlosigkeit
  • Sehstörung
  • Schmerzen oder Rötung eines oder beider Augen
  • Verwirrung
  • Delirium
  • Bewusstseinsverlust
  • Krämpfe
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Nackensteifigkeit
  • Extreme Lichtempfindlichkeit
  • Fieber
  • Ausschlag, der am ganzen Körper auftritt
  • Juckender Hautausschlag
  • Schwellung von Gesicht, der Lippen und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot
  • Schmerz oder Engegefühl der Brust
  • Blutdruckanstieg
  • Blutdruckabfall
  • Gelbfärbung der Haut und der Augen (Gelbsucht)
  • Ungewöhnliche dunkle Färbung des Urins

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer schweren Infektion, einer Gehirnentzündung, einer allergischen Reaktion oder eines Leberproblems sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Tysabri

Tysabri stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Infektionen des Gehirns
  • Leukämie
  • HIV
  • Immunsuppressiva
  • Krebs
  • Infektionen

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