Valpro - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Valpro ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Epilepsie und manischen Episoden von bipolaren Störungen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Natrium-Valproat und gehört zu der Gruppe Antiepileptika

Natrium-Valproat verringert die unkontrollierte Weiterleitung von elektrischen Signalen in den Nervenzellen des Gehirns und erhöht die Wirkdauer von Stimmungsaufhellenden Botenstoffen. Dadurch werden überschießende Reaktionen, Krämpfe und Bewusstseinsstörungen vermindert sowie Depressionen entgegengewirkt und allgemein die Stimmungslage stabilisiert.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Valpro ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Valpro

Die tägliche Dosis sollte individuell vom behandelnden Arzt festgelegt und kontrolliert werden. Im Allgemeinen beträgt die Dosis bei alleiniger Gabe (Monotherapie) 5-10 mg Natrium-Valproat pro Kilogramm Körpergewicht.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Übelkeit, Zittern, Gewichtszunahme - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Valpro Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Zittern, Gewichtszunahme, Haut und Psyche gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.r.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Übelkeit
  • Zittern 
  • Gewichtszunahme
  • Erhöhung des Ammoniakspiegels im Blut 
  • Erbrechen
  • Gangunsicherheit
  • Teilnahmslosigkeit

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Verminderte Anzahl von Blutplättchen im Blut
  • Zittern der Hände
  • Müdigkeit oder Schläfrigkeit
  • Vorübergehender Haarausfall
  • Gewichtsabnahme
  • Heisshunger
  • Appetitlosigkeit
  • Gefühlsstörungen in Form von Taubheit, Kribbeln der Haut
  • Übelkeit 
  • Magenschmerzen
  • Durchfall 
  • Überempfindlichkeit
  • Nagelbetterkrankungen
  • Missempfindungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Unregelmäßige Menstruation

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Valpro

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z.B.:

  • Körperliche Erstarrung bei wachem Bewusstsein
  • Leberfunktionsstörungen
  • Übermäßige Speichelbildung
  • Gangunsicherheit
  • Ansammlung von Gewebsflüssigkeit in Armen und Beinen
  • Verwirrtheit
  • Gereiztheit
  • Hyperaktivität
  • Halluzinationen
  • Erhöhte Blutungen durch Verringerung der Vorstufe eines Gerinnungsfaktors im Blut
  • Ausbleiben der Menstruation
  • Stoffwechselerkrankung, die durch eine Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffes verursacht wird
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Vorübergehender Hörverlust
  • Entzündung der Mundschleimhaut
  • Zittern der Muskeln
  • Eingeschränkte Bewegungen
  • Starres, ausdrucksloses Maskengesicht (Parkinson-Syndrom )

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Valpro auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Reaktionen der körpereigenen Abwehr gegen das eigene Bindegewebe 
  • Blutgefäßentzündungen 
  • Übermäßige Ausscheidung von Glukose, Bikarbonat, Phosphat, Harnsäure, Kalium und bestimmte Aminosäuren mit dem Urin 
  • Hautausschlag 
  • Chronische Entzündung des Gehirns mit Störungen einschließlich der geistigen Leistungsfähigkeit
  • Verminderung verschiedener weißer Blutkörperchen 
  • Blutarmut 
  • Verminderung aller Blutzellen 
  • Zu viele weiße Blutzellen im Blut 
  • Ohrgeräusche 
  • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautbläschen oder Hautabschälung 
  • nächtliches Einnässen bei Kindern
  • Blutbildungsstörung durch Beeinträchtigung der Knochenmarksfunktion 
  • Schädigung der Bauchspeicheldrüse
  • Verringerung der Knochendichte

Vorsicht bei diesen Valpro-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Plötzliches hohes Fieber
  • Starke Halsschmerzen
  • Eiterbläschen im Mund 
  • Körperlicher Erstarrung bei wachem Bewusstsein 
  • Schläfrigkeit
  • Bewusstseinsstörung bis hin zu vorübergehendem Koma
  • Erhöhte Anfallsfrequenz
  • Muskelsteifigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Juckreiz
  • Appetitsverlust
  • Gewichtsveränderungen
  • Druckgefühl im rechten Oberbauch
  • Lehmfarbener Stuhl und bierbrauner Urin 
  • Gelbfärbung der Haut oder Augen 
  • Verlängerte Blutungszeit 
  • Vermehrte Blutung
  • Blässe
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schwere Hautreaktionen

Diese Symptome können u. a. Anzeichen für eine chronische Erkrankung des Gehirns, eine Leberfunktionsstörung oder eine Blutarmut sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Valpro sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Valpro

Valpro stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Leberfunktionsstörungen
  • Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Störungen im Stoffwechsel des Blutfarbstoffes
  • Schädigung des Knochenmarks
  • Enzymmangelkrankheiten
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
  • Blutgerinnungsstörungen

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