Valsartan - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Valsartan beinhaltet den gleichnamigen Wirkstoff und wird in der Anwendung gegen Bluthochdruck, einer Herzschwäche oder zur Vorbeugung einer Herzschwäche, sowie nach einem abgelaufenen Herzinfarkt verschrieben. Der Wirkstoff Valsartan soll die Blutgefäße indirekt erweitern. Um dies zu erreichen, blockiert der Wirkstoff die Bindungsstellen von Botenstoffen im Körper. Diese Botenstoffe nennen sich Angiotensin-Rezeptoren und sind für die Blutdruckerhöhung im Körper zuständig, indem sie ein Zusammenziehen der Blutgefäße initiieren.

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Anwendung von Valsartan

Kinder unter 6 Jahren sind von der Anwendung prinzipiell ausgeschlossen. Bei älteren Kindern entscheidet der Arzt über die Anwendung. Der Arzt wird auch mit Ihnen die Dosis, bzw. die Behandlung genau besprechen. Sofern er Ihnen nichts anderes verordnet hat, können Sie sich am Beipackzettel orientieren und 1x täglich eine Tablette einnehmen. Bei Bluthochdruck nehmen Sie- in Absprache mit Ihrem Arzt, höchstens vier Tabletten am Tag ein. Bei einer Herzschwäche beginnen Sie mit einer halben Tablette am Tag, Ihr Arzt wird in der Folgebehandlung ggf. die Dosis erhöhen. Nehmen Sie während der Anwendung keine natriumarmen oder kaliumhaltigen Salzersatzprodukte zu sich, wie getrocknetes Obst oder Hülsenfrüchte.

Erschöpfung, Schwindel, Husten - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auch dieses Medikament kann einige Nebenwirkungen auslösen, die in unterschiedlicher Häufigkeit vorkommen können:

  • Erschöpfung
  • Schwindel
  • Husten
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Übelkeit

Vorsicht bei diesen Valsartan-Nebenwirkungen

Auch schwerere Nebenwirkungen sind wie bei jedem anderen Medikament nicht auszuschließen:

  • Kreislaufbeschwerden
  • kurzzeitige Bewusstlosigkeit
  • Anstieg der Nierenwerte
  • Funktionsstörungen der Niere im Allgemeinen
  • Allgemeine Schwäche

Besondere Warnhinweise bei Valsartan

Nehmen Sie das Medikament nicht ein, wenn Sie gegenüber einem oder mehreren Inhaltsstoffen allergisch sind. Auch bei einer Herzmuskelerkrankung, die einen stark verdickten Muskel aufweist oder einer Verengung einer Herzklappe in der linken Herzhälfte, kann eine Anwendung schädlich sein. Wenn Sie stark eingeschränkte Nieren haben oder in einer Dialyse-Behandlung sind, sollten Sie dieses Medikament nicht einnehmen. Auch Leberschädigungen oder verstopfte Gallenwege können ein Ausschlusskriterium sein, darüber spricht Ihr Arzt mit Ihnen. Kinder unter sechs Jahren sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen, bei Jugendlichen von sechs bis 18 Jahren entscheidet der Arzt individuell über die Anwendung.

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