Was Sie über Nebenwirkungen unbedingt wissen sollten

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung, lautet das Zitat eines Pharmakologen. Sie können in unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit auftreten.

Warum auch bekannte Nebenwirkungen gemeldet werden sollten

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Wahl zwischen zwei verschiedenen Medikamenten für die gleiche Diagnose.

  • Bei _Medikament A_ werden immer wieder Kopfschmerzen als unerwünschte Nebenwirkung gemeldet. Zusätzlich sind zwei schwerwiegende Fälle von inneren Blutungen bekannt, die zu einem Krankenhausaufenthalt der betroffenen Patienten geführt haben.
  • Bei _Medikament B_ wurde dagegen sehr häufig gemeldet, dass es zu Durchfall kommt. Diese Nebenwirkung ist zwar unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich.

Die meisten Menschen würden sich für Medikament B entscheiden, weil sie das Risiko eines Krankenhausaufenthalts einfach nicht eingehen möchten. Stellen Sie sich aber die nun folgende Situation vor.

  • Sie sind zunächst erleichtert, dass Sie sich für _Medikament B_ entschieden haben und wussten, dass Sie sehr wahrscheinlich nur mit Durchfall zu kämpfen haben.
  • Nachdem der wiederholte Fall einer inneren Blutung beim ersten Medikament untersucht wurde, fällt der Zusammenhang auf, dass es sich in allen Fällen um Patienten mit einer Diabetes gehandelt hat. Sie gehören aber nicht zu der Risikogruppe der Diabetiker.

Wie würden Sie sich jetzt entscheiden? Die meisten Menschen würden nun
wohl die höhere Wahrscheinlichkeit, Kopfschmerzen anstatt Durchfall zu
bekommen, vorziehen und zu *Medikament A* anstatt zu *Medikament B*
greifen.

Meldungen zu Nebenwirkungen verbessern die Arzneimittelsicherheit

Sie sehen an diesem fiktiven Beispiel, dass die Entscheidung für oder
gegen ein Medikament oftmals eine Frage der Abwägung dessen
Verträglichkeit ist, die nur auf Basis einer guten Informationsgrundlage
zu treffen ist. Es ist offensichtlich, dass schwerwiegende
Nebenwirkungen immer gemeldet werden sollten, da diese unbedingt
vermieden werden möchten.

In Hinsicht auf sogenannte “nicht-schwerwiegende” Nebenwirkungen kann es
jedoch ebenfalls einen großen Unterschied geben zwischen der Einnahme
verschiedener Medikamente in Zusammenspiel mit weiteren Medikamenten,
bestimmten Patientengruppen (Kinder, Schwangere, ältere Personen oder
solche mit bestimmten Vorerkrankungen) oder Lebenssituationen. Deswegen
sollten alle Nebenwirkungen (ob bekannt oder unbekannt, schwerwiegend
oder nicht schwerwiegend) gemeldet werden.

Deshalb ist es eines der Ziele von Nebenwirkungen.de, die Meldung Ihrer
eigenen Nebenwirkungen für Sie so schnell und unkompliziert wie möglich
zu machen – hier geht es zu unserem
Meldetool.

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