Beipackzettel von Creon® einsehen

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen. Dieses Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben erhalten oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke oder Drogerie bezogen. Wenden Sie das Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes, Apothekers oder Drogisten bzw. der Ärztin, der Apothekerin oder der Drogistin an, um den grössten Nutzen zu haben. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Was ist Creon und wann wird es angewendet?

Creon enthält den Wirkstoff Pankreatin mit den für die Verdauung der Nahrung wichtigen Enzymen (Lipase, Amylase und Protease) in konzentrierter Form. Diese bauen die in der Nahrung enthaltenen Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate zu verwertbaren Bestandteilen ab. Auf Anweisung des Arztes, Apothekers oder Drogisten bzw. der Ärztin, Apothekerin oder Drogistin kann Creon auch zur Behandlung bzw. Ergänzung einer ungenügenden eigenen Bauchspeicheldrüsenfunktion eingesetzt werden, d.h., bei Mangel oder Fehlen der Verdauungsenzyme z.B. nach einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Beginn von Wiederaufnahme der Nahrung oder künstlicher Ernährung, chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung, zystischer Pankreasfibrose oder nach operativen Eingriffen im Verdauungstrakt. Das Pankreatin ist in Creon in Form von sogenannten Mikropellets enthalten. Diese sind in Kapseln abgefüllt, welche sich innerhalb weniger Minuten im Magen auflösen. Erst im Dünndarm werden die Verdauungsenzyme aus den Mikropellets frei und bauen Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate rasch ab. Die Verdauungsprodukte der Nahrung können nun aus dem Darm aufgenommen werden, genau wie es dem natürlichen Verdauungsvorgang entspricht.

Was sollte dazu beachtet werden?

Um die Behandlung zu unterstützen und Ihr Befinden zu verbessern, sollten Sie Ihre tägliche Nahrungsmenge auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen (evtl. Zwischenmahlzeiten). Auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit muss während der gesamten Behandlung geachtet werden.

Wann darf Creon nicht eingenommen werden?

Bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber einem der Bestandteile des Arzneimittels.

Wann ist bei der Einnahme von Creon Vorsicht geboten?

Bei Kindern mit zystischer Pankreas-Fibrose, die eine Langzeitbehandlung mit Pankreasenzympräparaten erhalten, sollen regelmässige Kontrollen in spezialisierten Zentren durchgeführt werden. Bei einigen Patienten mit Mukoviszidose (zystischer Fibrose) wurden unter der Therapie mit Pankreasenzympräparaten spezifische Verengungen im Dickdarmbereich beobachtet. Diese führten zu Bauchschmerzen, Erbrechen und Verstopfung und mussten in einigen Fällen operativ behoben werden. Falls solche Symptome auftreten, ist das Präparat sofort abzusetzen und unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren. Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d.h. es ist nahezu «natriumfrei». Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Creon während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten oder wenn Sie stillen, sollen Sie Creon ausschliesslich nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin einnehmen.

Wie verwenden Sie Creon?

Der Arzt oder die Ärztin wird die für Sie zutreffende Dosierung festlegen. Die Kapseln werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit während oder unmittelbar nach den Mahlzeiten oder Zwischenmahlzeiten geschluckt. Bei Patienten, welche mit dem Schlucken von Kapseln Mühe haben (z.B. kleine Kinder oder ältere Personen) kann man die Kapseln öffnen und den Inhalt entweder zu weicher Nahrung (z.B. Apfelbrei oder Joghurt) geben – um das Kauen zu vermeiden – oder den Inhalt mit säurehaltiger Flüssigkeit (z.B. Apfel-, Orangen- oder Ananassaft) einnehmen. Den Kapselinhalt nicht auflösen, zerdrücken oder kauen und nicht mit nicht-säurehaltiger Nahrung oder Flüssigkeit (z.B. Milch oder Milchbrei) mischen, damit der Schutzfilm der Mikropellets nicht zerstört wird. Dies könnte zu einer frühzeitigen Freisetzung des Wirkstoffes führen und so Entzündungen der Mundschleimhaut hervorrufen und die Wirksamkeit von Creon beeinträchtigen. Die Creon Kapseln oder deren Inhalt sollten nicht im Mund behalten werden. Jede Zubereitung des Kapselinhaltes mit Nahrung oder Flüssigkeit sollte unmittelbar eingenommen und nicht aufbewahrt werden. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, dass Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Creon haben?

Creon sollte nicht angewendet werden bei Allergie gegen Schweineeiweiss, diese tritt jedoch ausserordentlich selten auf. Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Creon auftreten: Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern) Bauchschmerzen. Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern) Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Blähungen, Durchfall. Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern) Hautreaktionen. Daneben kann Creon andere ernstzunehmende allergische Reaktionen auslösen, darunter Probleme mit der Atmung oder geschwollene Lippen. Die Nebenwirkungen müssen nicht unbedingt mit dem Arzneimittel, sondern können auch mit einer ungenügenden Bauchspeicheldrüsenfunktion in Zusammenhang stehen. Bei einigen Patienten mit Mukoviszidose (zystischer Fibrose) wurden unter der Therapie mit hohen Dosen von Pankreasenzympräparaten spezifische Verengungen im Dickdarmbereich beobachtet. Diese führten zu Bauchschmerzen, Erbrechen und Verstopfung und mussten in einigen Fällen operativ behoben werden. Falls solche Symptome auftreten, ist das Präparat sofort abzusetzen und unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet werden. Aufbrauchfrist nach Anbruch Nach Anbruch des Behälters bleiben Creon Kapseln während 6 Monaten haltbar. Lagerungshinweis Bei Raumtemperatur (15 – 25 °C) lagern. Behälter dicht geschlossen halten, um vor Feuchtigkeit zu schützen. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Weitere Hinweise Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Creon enthalten?

Wirkstoffe 1 Kapsel Creon 10'000 enthält als Wirkstoff 135.0 – 165.0 mg Pankreatin mit 10'000 Einheiten Lipase, 8'000 Einheiten Amylase sowie 600 Einheiten Protease nach Ph. Eur.. 1 Kapsel Creon 20'000 enthält als Wirkstoff 270.0 – 330.0 mg Pankreatin mit 20'000 Einheiten Lipase, 16'000 Einheiten Amylase sowie 1'200 Einheiten Protease nach Ph. Eur.. 1 Kapsel Creon 25'000 enthält als Wirkstoff 270.0 – 330.0 mg Pankreatin mit 25'000 Einheiten Lipase, 18'000 Einheiten Amylase sowie 1'000 Einheiten Protease nach Ph. Eur.. 1 Kapsel Creon 35'000 enthält als Wirkstoff 378.0 – 462.0 mg Pankreatin mit 35'000 Einheiten Lipase, 25'200 Einheiten Amylase sowie 1'400 Einheiten Protease nach Ph. Eur.. Hilfsstoffe Macrogol 4000, Hypromellosephthalat, Cetylalkohol, Triethylcitrat, Dimeticon 1000, Kapselhülle: Gelatine, E 172 (gelb), E 172 (schwarz), E 172 (rot), E 171, Natriumlaurylsulfat

Wo erhalten Sie Creon? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung. Creon 10'000 / 20'000 / 25'000 / 35'000: Packungen zu 50 und 100 Kapseln.

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Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

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