Beipackzettel von Luminity 150 Mikroliter/ml Gas u.Lös.z.Her.INJ+INF einsehen

Art und Weise

  • Das Arzneimittel wird dann in entweder als 'Bolus'-Injektion (einmalige vollständige Verabreichung) oder als eine Infusion (Infusionstropf) in die Vene gegeben, nachdem es mit 0,9%iger Natriumchlorid Injektionslösung (9 mg/ml) oder mit 5%iger Glucose-Injektionslösung (50 mg/ml) zur Injektion verdünnt wurde. In einigen Fällen kann Ihr Arzt auch zwei Injektionen wählen, um die eine ergänzende Ultraschalluntersuchung durchzuführen. Die Art und Weise und die Dosis der Verabreichung ist abhängig von der Technik, die für die Echokardiographie angewendet wird.

Dosierung

  • Das Arzneimittel wird Ihnen vor oder während der Ultraschalluntersuchung durch das medizinische Fachpersonal verabreicht z. B. durch Ärzte, die erfahren auf diesem Gebiet der Untersuchung sind. Diese Personen werden die für Sie richtige Dosis berechnen.
  • Das Präparat ist zur intravenösen Anwendung (direkten Injektion in die Vene) bestimmt. Es muss vor der Verwendung durch Schütteln mit Hilfe einer mechanischen Vorrichtung namens Vialmix, die Ärzten, die dieses Medikament vorbereiten müssen, zur Verfügung gestellt wird, aktiviert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass das Arzneimittel auf korrekte Weise und lange genug geschüttelt wird, um eine 'Dispersion' aus mikroskopisch kleinen Perflutrengasblasen der richtigen Größe zu erhalten, um eine gute Bildqualität zu gewährleisten.
  • Das Arzniemittel wird dann in entweder als 'Bolus'-Injektion (einmalige vollständige Verabreichung) oder als eine Infusion (Infusionstropf) in die Vene gegeben, nachdem es mit 0,9%iger Natriumchlorid Injektionslösung (9 mg/ml) oder mit 5%iger Glucose-Injektionslösung (50 mg/ml) zur Injektion verdünnt wurde. In einigen Fällen kann Ihr Arzt auch zwei Injektionen wählen, um die eine ergänzende Ultraschalluntersuchung durchzuführen. Die Art und Weise und die Dosis der Verabreichung ist abhängig von der Technik, die für die Echokardiographie angewendet wird.
  • Wenn bei Ihnen eine größere Menge angewendet wurde als empfohlen
    • Eine Überdosierung ist unwahrscheinlich, da das Arzneimittel von einem Arzt verabreicht wird. Im Falle einer Überdosis wird der Arzt die erforderlichen Maßnahmen ergreifen.

Indikation

  • Das Präparat ist ein Ultraschallkontrastmittel welches Mikrosphären (kleine Gasblasen) aus Perflutrengas als Wirkstoff enthält.
  • Es ist ein Diagnostikum. Es ist ein Kontrastmittel (ein Medikament, das bei bildgebenden Untersuchungen dabei hilft, innere Körperstrukturen sichtbar zu machen).
  • Das Arzneimittel wird an Erwachsenen angewendet, um bei einer Echokardiographie (einer diagnostischen Untersuchung, bei der mittels Ultraschall eine Abbildung des Herzens gemacht wird) ein klareres Bild der Herzkammern, besonders der linken Herzkammer zu erhalten. Das Arzneimittel wird bei Patienten eingesetzt, bei denen eine koronare Herzerkrankung (Verengung der Blutgefäße, die zum Herzen führen) vermutet oder bestätigt wurde und wenn das Bild nach einer Echokardiographie ohne Kontrastmittel nicht optimal ausgefallen ist.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Perflutren oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen in der Vergangenheit eine allergische Reaktion oder andere Ultraschallkontrastmittel aufgetreten ist.

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei einigen Patienten können sich allergische Reaktionen, z. B. in Form einer Gesichtsschwellung zeigen. Es besteht auch das Risiko, dass sich diese Reaktionen zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen möglicherweise mit einem anaphylaktischen Schock entwickeln. Darüber hinaus können bei manchen Patienten Krämpfe auftreten, die im Zusammenhang mit diesen allergischen Reaktionen stehen können.
  • Bei einigen Patienten sind Herz-oder Atembeschwerden einschließlich Herzstillstand aufgetreten. In klinischen Studien wurden diese Reaktionen nur selten gemeldet und für Beobachtungsstudien nach der Vermarktung ist die Häufigkeit unbekannt.
  • Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)
    • Kopfschmerzen, Erröten.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)
    • Schwindel,
    • veränderte Geschmacksempfindung,
    • Blutdruckabfall,
    • Atemnot, Irritationen im Rachenraum,
    • Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen,
    • Juckreiz,
    • vermehrtes Schwitzen,
    • Rückenschmerzen, Brustschmerzen,
    • Müdigkeit,
    • Hitzegefühl und
    • Schmerz an der Injektionsstelle.
  • Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)
    • Taubheitsgefühl, Gefühl des Kribbelns oder Brennens,
    • Pulsverlangsamung oder Pulsbeschleunigung, Herzklopfen (Sie spüren Ihr Herz kräftiger oder unregelmäßig schlagen),
    • Schwächegefühl,
    • Blutdruckanstieg,
    • Kältegefühl in Händen und Füßen,
    • Atembeschwerden, Husten, Trockenheitsgefühl im Rachen, Schluckstörungen,
    • Hautausschlag, Rötungen der Haut,
    • Gelenkschmerzen, Seitenstiche, Nackenschmerzen, Muskelkrämpfe, Fieber, Muskelsteifheit
    • und Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG). Unbekannt (kann nicht anhand der vorliegenden Daten eingeschätzt werden)
    • Bewusstseinsverlust
    • Taubheitsgefühl im Gesicht
    • Augenschwellung
    • und Sehstörungen
  • Diese Nebenwirkungen verschwinden in der Regel schnell ohne eine Behandlung.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Ihnen das Präparat verabreicht wird
      • falls bei Ihnen ein Herz-Shunt diagnostiziert wurde
      • wenn Sie an einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung leiden oder wenn Sie ein Gerät zur Unterstützung der Atmung benötigen
      • wenn Sie eine künstliche Herzklappe haben
      • wenn Sie unter einer akuten, schweren Entzündung/Sepsis leiden
      • wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie ein hyperaktives Koagulationssystem oder wiederkehrende Thromboembolien (Blutgerinnsel) haben
      • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden
      • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
      • Das Arzneimittel sollten nicht bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) angewendet werden, da keine Untersuchungen in diesen Gruppen vorliegen.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen werden nicht beeinflusst.

Schwangerschaftshinweis

  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen, und fragen Sie vor der Anwendung Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wechselwirkungen

  • Bei Anwendung mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

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