Acarizax

  • Was ist Acarizax und wann wird es angewendet?
  • Wann darf Acarizax nicht eingenommen werden?
  • Wann ist bei der Einnahme von Acarizax Vorsicht geboten?
  • Darf Acarizax während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
  • Wie verwenden Sie Acarizax?
  • Welche Nebenwirkungen kann Acarizax haben?
  • Was ist ferner zu beachten?
  • Was ist in Acarizax enthalten?
  • Wo erhalten Sie Acarizax? Welche Packungen sind erhältlich?

Vermuten Sie selbst Nebenwirkungen eines Medikamentes zu verspüren?

Was ist Acarizax und wann wird es angewendet?

Acarizax enthält als Wirkstoff Allergen-Extrakte aus Hausstaubmilben. Acarizax liegt in einer speziellen Darreichungsform vor: Es handelt sich um eine gefriergetrocknete Tablette, die, einmal unter die Zunge gelegt, sich sehr schnell auflöst. Acarizax kann bei Erwachsenen und Jugendlichen (12-65 Jahre) zur Behandlung des durch Hausstaubmilben ausgelösten allergischen Schnupfens (Entzündung der Nasenschleimhaut) verwendet werden, wenn diese Beschwerden mit anderen Arzneimitteln nicht ausreichend kontrolliert werden können. Acarizax wirkt durch eine Erhöhung der immunologischen Toleranz (die körpereigene Fähigkeit damit umzugehen) gegenüber Hausstaubmilben. Der Arzt wird Ihre allergischen Symptome überprüfen sowie einen Hauttest durchführen und/oder eine Blutprobe entnehmen, um zu entscheiden, ob Acarizax eine geeignete Behandlung für Sie ist. Acarizax wird von Ärzten oder Ärztinnen mit Erfahrung in der Behandlung von Allergien verschrieben. Acarizax ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin erhältlich.

Wann darf Acarizax nicht eingenommen werden?

Wenn Sie auf einen der Hilfsstoffe (sonstigen Bestandteile) allergisch reagieren. Wenn Sie eine schlechte Lungenfunktion haben (wie von Ihrem Arzt festgestellt). Wenn Sie ein deutliche Verschlechterung Ihres Asthmas innerhalb der letzten drei Monate gehabt haben (wie von Ihrem Arzt festgestellt). Wenn Sie eine Erkrankung des Immunsystems (das Abwehrsystems Ihres Körpers z.B. gegen Erreger) haben, Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken oder wenn Sie Krebs haben. Wenn Sie Asthma haben und am Tag der geplanten ersten Einnahme von Acarizax eine Atemwegsinfektion, wie eine gewöhnliche Erkältung, Halsschmerzen oder eine Lungenentzündung, besteht. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird dann den Beginn der Behandlung verschieben, bis es Ihnen wieder besser geht. Wenn Ihnen vor kurzem ein Zahn gezogen wurde, eine andere Operation im Mund durchgeführt wurde sowie bei Wunden oder Entzündungen im Mund, kann Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin empfehlen, den Beginn der Behandlung zu verschieben oder die Behandlung zu unterbrechen, bis Ihre Mundhöhle abgeheilt ist.

Wann ist bei der Einnahme von Acarizax Vorsicht geboten?

Wenn Sie bereits eine schwere allergische Reaktion im Zusammenhang mit einer Injektion eines Hausstaubmilben-Allergenextraktes hatten. Wenn Sie starke allergische Symptome haben wie Nesselsucht, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Veränderungen in der Stimme, niedriger Blutdruck oder das Gefühl einen Kloss im Hals zu haben. Brechen Sie die Behandlung sofort ab und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Wenn Ihre Asthma-Symptome deutlich schlechter sind als normal, brechen Sie die Behandlung ab und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf. Daher muss Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sie über Symptome dieser allergischen Reaktionen und deren Behandlungsmöglichkeiten informieren. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen, wenn erforderlich, ein Notfallset inklusive eines Adrenalinautoinjektors verschreiben. Wenn Sie eine schwere allergische Reaktion bei sich bemerken, konsultieren Sie umgehend Ihren/einen Arzt. Dies gilt sowohl für den Fall, wenn Sie ein Notfallset besitzen als auch in dem Fall, wenn Sie Ihr Notfallset angewendet haben. Wenn Sie mit -Beta-Blockern, z.B. bei Bluthochdruck oder Herzerkrankungen behandelt werden. -trizyklischen Antidepressiva oder Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer), z.B. wegen einer Depression behandelt werden. -COMT-Inhibitoren, z.B. wegen der Parkinson-Krankheit behandelt werden. Wenn Sie gegen Ihre allergischen Symptome andere Arzneimittel wie Antihistaminika, Asthma‐Bedarfsmedikation oder Kortisonpräparate einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt oder Ärztin darüber, so dass er mit Ihnen die Anwendung dieser Medikamente während der Behandlung mit Acarizax besprechen kann. Wenn Sie die Medikamente gegen Ihre allergischen Symptome absetzen, könnten mehr Nebenwirkungen mit Acarizax auftreten. Während der Behandlung können leichte bis mittelschwere lokale allergische Reaktionen auftreten. Sollten diese schwer sein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie antiallergische Medikamente wie Antihistaminika brauchen. Wenn Sie anhaltendes Sodbrennen oder Schwierigkeiten beim Schlucken haben, kontaktieren Sie Ihren Arzt. Kinder und Jugendliche Acarizax ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren indiziert.

Darf Acarizax während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Derzeit gibt es keine Erfahrung mit der Einnahme von Acarizax während der Schwangerschaft. Die Behandlung mit Acarizax sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber, ob Sie die Behandlung fortsetzen können. Derzeit gibt es keine Erfahrung mit der Einnahme von Acarizax während der Stillzeit.

Wie verwenden Sie Acarizax?

Es wird empfohlen, die erste Dosis Acarizax unter ärztlicher Aufsicht einzunehmen. Nach der ersten Einnahme sollten Sie für mindestens eine halbe Stunde unter medizinischer Überwachung bleiben. Dies ist eine Vorsichtsmassnahme, um Ihre Reaktion auf das Medikament zu überwachen. Es gibt Ihnen auch die Möglichkeit, mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin eventuell aufgetretene Nebenwirkungen zu besprechen. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Nehmen Sie Acarizax genau nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin ein. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ärztin oder Apotheker oder Apothekerin, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die übliche Dosierung ist eine Tablette täglich. Die Behandlung muss eventuell für 8 bis 14 Wochen durchgeführt werden, bevor eine Besserung spürbar wird. Die Anwendung und Sicherheit von Acarizax bei Kindern (unter 12 Jahren)ist bisher nicht geprüft worden. Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen Vergewissern Sie sich, dass Ihre Hände trocken sind bevor Sie die Tablette aus ihrer Verpackung nehmen. Nehmen Sie Acarizax wie folgt ein: 1. Reissen Sie den mit den Dreiecken gekennzeichneten Streifen am oberen Rand des Blisterstreifens ab. 2. Trennen Sie ein Quadrat aus dem Blisterstreifen entlang den perforierten Linien heraus. 3. Drücken Sie die Tablette nicht durch die Folie heraus, da sie dadurch leicht zerbrechen kann. Klappen Sie stattdessen die markierte Ecke der Folie zurück und ziehen an dieser Stelle die Folie ab. 4. Nehmen Sie die Tablette vorsichtig aus dem Blister heraus und nehmen Sie sie sofort ein. 5. Legen Sie die Tablette unter die Zunge. Lassen Sie die Tablette dort liegen, bis sie sich aufgelöst hat. Vermeiden Sie es, während der ersten Minute nach der Einnahme zu schlucken. Für mindestens fünf Minuten dürfen Sie nichts essen oder trinken. Wenn Sie mehr Acarizax eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie zu viele Acarizax Tabletten eingenommen haben, kann es zu allergischen Symptomen einschliesslich lokaler Symptome in Mund und Hals kommen. Wenn bei Ihnen schwere Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt bzw. Ärztin oder an ein Krankenhaus. Wenn Sie vergessen haben, Acarizax einzunehmen Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, holen Sie sie im späteren Tagesverlauf nach. Nehmen Sie an einem Tag nicht die doppelte Dosis ein, um die Einnahme einer vergessenen Tablette nachzuholen. Wenn Sie Acarizax absetzen Wenn Sie dieses Medikament nicht wie vorgeschrieben einnehmen, können Sie nicht von der Wirkung der Behandlung profitieren. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von Acarizax haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Ärztin oder Apotheker oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Acarizax haben?

Wie alle Arzneimittel kann Acarizax Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die Nebenwirkungen können eine allergische Reaktion auf das Allergen sein, mit dem Sie behandelt werden. In den meisten Fällen dauern diese Nebenwirkungen Minuten bis Stunden nach der Einnahme des Arzneimittels an. Im Allgemeinen treten nach einem bis drei Monaten keine Nebenwirkungen mehr auf. Setzen Sie Acarizax ab und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder ein Krankenhaus, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt: - Verschlechterung eines bestehenden Asthmas - Rapides Anschwellen von Gesicht, Mund, Rachen oder Haut - Schwierigkeiten beim Schlucken - Schwierigkeiten beim Atmen - Stimmveränderungen - niedriger Blutdruck - Klossgefühl im Rachen (wie ein Schwellungsgefühl) - Nesselsucht und Juckreiz der Haut Mögliche andere Nebenwirkungen: Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten): - Gefühl der Rachenreizung - Schwellung im Mund und der Lippen - Juckreiz im Mund und der Ohren - Atemwegsinfektionen Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten): - Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Mund oder der Zunge - Jucken der Augen - Jucken der Zunge und Lippen - Schwellung der Zunge oder des Rachens - Entzündung, Beschwerden oder Brennen im Mund - Rötung im Mund oder Wunden in der Mundschleimhaut, - veränderter Geschmack - Bauchschmerzen oder Unwohlsein - Durchfall - Unwohlsein (Übelkeit) und Erbrechen - Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Schlucken - Asthmasymptome - Kurzatmigkeit - Beschwerden im Brustraum - Verdauungsstörungen und Sodbrennen - Heiserkeit - Müdigkeit - Nesselsucht und Juckreiz der Haut Gelegentlich (können bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten): - Schwerwiegende allergische Reaktionen - Augenentzündung - Gefühl eines schnellen kräftigen oder unregelmässigen Herzschlages - Ohrenbeschwerden - Engegefühl im Rachen - Beschwerden der Nase, verstopfte oder laufende Nase, Niesen - Bläschen im Mund, - Reizung der Speiseröhre - Fremdkörpergefühl im Rachen - Schwindel - Allgemeines Unwohlsein - Trockener Mund Selten (können bei bis zu 1 von 1000 Personen auftreten): - Rapides Anschwellen von Gesicht oder Haut - Schwellung der Stimmbänder (Kehlkopf) Wenn Sie Nebenwirkungen haben, die Sie beunruhigen oder die Ihnen Schwierigkeiten bereiten, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, der über eine möglicherweise für Sie erforderliche Behandlung mit antiallergischen Arzneimitteln wie Antihistaminika entscheiden wird. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit “EXP” bezeichneten Datum verwendet werden. Das Haltbarkeitsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Nicht verwendete und verfallene Arzneimittel bitte zur Entsorgung in Ihre Apotheke zurückbringen.

Was ist in Acarizax enthalten?

Der Wirkstoff ist ein standardisierter Allergenextrakt aus den Hausstaubmilben Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae. Die Aktivität pro Lyophilisat zum Einnehmen wird mit der Einheit SQ-HDM ausgedrückt. Die Aktivität von einem Lyophilisat zum Einnehmen (1 Tablette) ist 12 SQ-HDM. Die weiteren Bestandteile sind Gelatine (aus Fisch gewonnen), Mannitol und Natriumhydroxid.

Wo erhalten Sie Acarizax? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung, die zum einmaligen Bezug berechtigt. Acarizax, Lyophilisat zum Einnehmen: Packungen zu 30 und 90 Dosen.
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