Amitriptylin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Amitriptylin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Depressionen und zur langfristigen Schmerzbehandlung eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Amitriptylin und gehört zu der Gruppe trizyklischen Antidepressiva. Amitriptylin erhöht die Wirkungsdauer von stimmungsaufhellend wirkenden Botenstoffen im Gehirn. Durch Beeinflussung der Übermittlung von Signalen im Gehirn wird Depressionen entgegengewirkt und Stimmungslage verbessert.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Amitriptylin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Amitryptylin

Zu Therapiebeginn einer Depression wird üblicherweise zweimal täglich 1 Tablette zu 25 mg verordnet. Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung kann der Arzt entscheiden, die tägliche Dosis zu erhöhen. Eine Dosis von 6 Tabletten pro Tag sollte jedoch nicht überschritten werden.

Nehmen Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser unabhängig von den Mahlzeiten ein.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen ältere Patienten ab 65 Jahren, Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen,   werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer wird immer Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.

Hautausschlag,Herzrhythmusstörung, Gewichtszunahme - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Amitriptylin Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Hautausschlag, Herzrhythmusstörung und Gewichtszunahme gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Hautausschlag
  • Herzrhythmusstörung
  • Gewichtszunahme
  • Mundtrockenheit
  • Verstopfte Nase
  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwitzen
  • Schwindel
  • Niedriger Blutdruck
  • Beschleunigung des Herzschlags
  • Gereiztheit
  • Sprachstörungen
  • Zittern
  • Akkommodationsstörungen
  • Verstopfung
  • Ansteigen der Leberwerte

 

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Innere Unruhe
  • Natriummangel
  • Durstgefühl,
  • Störungen der sexuellen Erregbarkeit
  • Libidoverlust
  • Verwirrtheitszuständen
  • Störungen der Bewegungskoordination
  • Störungen des Geschmacksvermögens
  • Konzentrationsmangel
  • Erweiterte Pupillen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Amitryptylin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Kreislaufkollaps
  • Bluthochdruck
  • Darmlähmung
  • Darmverschluss
  • Durchfall
  • Harnsperre
  • Blutbildveränderungen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Erregungsleitungsstörungen des Herzens
  • Herzmuskelschwäche
  • Ohrgeräusche
  • Angst
  • Wahnvorstellungen
  • Ödeme
  • Herzmuskelentzündung

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Amitriptylin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Haarausfall
  • Appetitlosigkeit
  • Vergrößerung der Speicheldrüse
  • Lichtempfindlichkeit
  • Sinnestäuschungen
  • Vergrößerung der männlichen Brustdrüse
  • Erhöhung der Körpertemperatur

Vorsicht bei diesen Amitryptylin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Entzündungen im Mundbereich
  • Entzündungen im Nasenbereich
  • Entzündungen im Rachenbereich
  • Entzündungen im Genital- und Analbereich
  • Epileptische Krampfanfälle
  • Bewegungsstörungen
  • Missempfindungen
  • Schmerzen in Armen
  • Schmerzen in Beinen
  • Erhöhungen des Augeninnendruckes
  • Entzündungen der Lungenbläschen

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Amitriptylin sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Amitryptylin

Amitriptylin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Herzinfarkt
  • Herzrhythmusstörung
  • Eingeschränkte Leberfunktion

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