Atozet - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Atozet ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung eines erhöhten Blutfettspiegels eingesetzt wird. Es enthält die Wirkstoffe Ezetimib und Atorvastatin und gehört zu der Gruppe der Cholesterinsenker. Neben der Hemmung der körpereigenen Cholesterinproduktion wird auch die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung vermindert. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Atozet ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Atozet

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 1-mal täglich 1 Tablette zu 10 mg/10 mg verordnet. Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Durchfall und Muskelschmerzen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Atozet Nebenwirkungen wird online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Suchbegriff Impotenz gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt. 

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Durchfall 
  • Muskelschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Atozet

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Grippe 
  • Depression
  • Schlafstörungen 
  • Schwindelgefühl 
  • Kopfschmerzen
  • Kribbelgefühl 
  • Verlangsamter Herzschlag 
  • Hitzewallungen 
  • Kurzatmigkeit 
  • Bauchschmerzen
  • Aufgeblähter Bauch
  • Verstopfung
  • Verdauungsstörungen
  • Blähungen
  • Häufige Darmentleerungen
  • Magenentzündung
  • Übelkeit
  • Magenbeschwerden
  • Magenverstimmung 
  • Akne
  • Gelenkschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Beinkrämpfe
  • Muskelermüdung 
  • Muskelkrämpfe 
  • Muskelschwäche
  • Schmerzen in Armen und Beinen 
  • Schwellungen insbesondere im Bereich der Fußknöchelchen 
  • Gewichtszunahme

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Atozet auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Allergische Reaktionen mit Schwellungen an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
  • Probleme beim Atmen oder Schlucken 
  • Rötlicher Ausschlag 
  • Leberbeschwerden 
  • Husten 
  • Sodbrennen 
  • Verminderter Appetit
  • Bluthochdruck 
  • Hautausschlag und Jucken
  • Sehnenverletzungen 
  • Gallensteine 
  • Entzündung der Gallenblase
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse 
  • Blutergüssen und Blutungen 
  • Entzündung der Nasengänge
  • Nasenbluten 
  • Nackenschmerzen
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Halsschmerzen 
  • Erhöhte oder erniedrigte Blutzuckerwerte 
  • Alpträume 
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern und Zehen 
  • Vermindertes Schmerzempfinden 
  • Verminderte Berührungsempfindlichkeit 
  • Störung der Geschmackswahrnehmung
  • Mundtrockenheit 
  • Gedächtnisverlust 
  • Ohrensausen 
  • Hörverlust  
  • Erbrechen  
  • Aufstoßen  
  • Haarausfall 
  • Erhöhte Temperatur
  • Verschwommenes Sehen
  • Sehstörungen 
  • Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann

Vorsicht bei diesen Atozet-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellungen im Gesicht, der Zunge und des Rachens
  • Atemprobleme
  • Starke Abschälungen und Schwellungen der Haut
  • Blasenbildung auf der Haut, am/im Mund, an den Augen oder im Genitalbereich 
  • Fieber
  • Hautausschlag mit rosafarbenen bis roten Flecken vor allem auf Handflächen und Fußsohlen 
  • Muskelschwäche
  • Muskelempfindlichkeit 
  • Muskelschmerzen
  • Muskelriss 
  • Rotbraune Verfärbung des Urins
  • Ungewöhnlichen Blutungen oder Blutergüsse

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion, eines krankhaften Muskelzerfalls oder Leberschädigungen sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Atozet sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Atozet

Atozet stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schlaganfall mit Hirnblutung in der Vergangenheit
  • Flüssigkeitsansammlungen im Gehirn als Folge von früheren Schlaganfällen 
  • Nierenerkrankung
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Muskelschmerzen 
  • Muskelprobleme (auch in der Verwandtschaft) 
  • Regelmäßiger Verzehr größerer Mengen Alkohol 
  • Lebererkrankungen 
  • Erwachsene älter als 70 Jahre 
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Schwangerschaft und Stillzeit

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