Cefaclor - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Cefaclor  ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen bspw. der unteren Atemwege, der Niere und Harnwege sowie der Haut eingesetzt wird. Cefaclor enthält den gleichnamigen Wirkstoff aus der Gruppe der Cephalosporin-Antibiotika. Cephalosporine verhindern den Aufbau der äußeren Hülle, der sogenannten Zellwand, von Bakterien. Dadurch verlieren die Bakterien ihre äußere Schutzschicht und werden zerstört.

 Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Cefaclor ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Cefaclor

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 3-mal täglich 1 Hartkapsel zu 500 mg verordnet. Gegebenenfalls kann der Arzt entscheiden, die Dosis auf bis zu 4000 mg täglich zu erhöhen.

Nehmen Sie die Kapseln jeweils in einem Abstand von 8 Stunden mit einem Schluck Wasser ein. 

Für verschiedene Indikationen und Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Hautausschlag, Rötung, Juckreiz - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Cefaclor Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Hautausschlag, Müdigkeit,  Gelenkschmerzen und Fieber gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Hautausschlag wie Quaddeln oder Pusteln
  • Rötung der Haut
  • Juckreiz
  • Hitzegefühl der Haut
  • Durchfall 
  • Übelkeit
  • Erbrechen 
  • Blähungen
  • Magendrücken

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Cefaclor

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Großes Müdigkeitsgefühl
  • Schwindel
  • Halluzinationen
  • Verwirrtheit
  • Nervosität 
  • Schlaflosigkeit
  • Hyperaktivität
  • Vorübergehender Bluthochdruck
  • Vorübergehende Entzündung der Nieren
  • Anstieg einiger Blutwerte (Harnstoff, Kreatinin, Leberenzyme)

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Cefaclor auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Starke Verminderung der weißen Blutkörperchen und andere Blutbildveränderungen

Schwere Nebenwirkungen bei Cefaclor

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein::

  • Gesichtsschwellung
  • Blutdruckabfall
  • Herzrasen
  • Atemnot
  • Hautentzündungen bis zur Ablösung der oberen Hautschicht
  • Gelenkschmerzen mit teilweise Fieber
  • Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen

Diese Symptome können u. a. Anzeichen von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen, Hautreaktionen oder entzündlichen Darmerkrankungen sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Cefaclor sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Cefaclor

Cefaclor stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Vorheriger schwerer Überempfindlichkeitsreaktion auf Penicillin oder andere Betalaktam-Antibiotika
  • Vorheriger Überempfindlichkeitsreaktion auf ein anderes Cephalosporin-Antibiotikum
  • Stark eingeschränkte Nierenfunktion
  • Schwangerschaft und Stillzeit

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