Diazepam - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Diazepam  ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von akuten und chronischen Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff Diazepam und gehört zu der Gruppe Benzodiazepine. Diazepam beeinflusst die Nervenzellen im Gehirn, indem er an speziellen Bindungsstellen angreift.  Durch die Wechselwirkung mit diesen Bindungsstellen wird die Erregbarkeit der Zellen verringert. Diese Hemmwirkung hat eine muskelentspannende, beruhigende und schlaffördernde Wirkung.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Diazepam ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Diazepam

Bei ambulanter Behandlung von Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen nehmen Sie täglich 1 Tablette Diazepam ca. 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen und nicht auf vollen Magen einnehmen. Wenn bei dieser Dosierung die gewünschten Wirkungen nicht erzielt werden können, kann die Dosis vom Arzt gesteigert werden.

Bei der Behandlung von Zuständen mit erhöhter Muskelspannung sollten Sie das Präparat über den Tag verteilt unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie Beispielsweise bei Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion, Patienten mit Kreislauf- und Atemschwäche, Patienten mit Störungen der Bewegungskoordination und Gleichgewichtsregulation, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Verwirrtheit, Übelkeit, Muskelschmerzen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Diazepam Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Verwirrtheit, Übelkeit und Muskelschmerzen gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Verwirrtheit
  • Übelkeit
  • Muskelschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Benommenheit
  • Verlängerte Reaktionszeit
  • Schwindelgefühl
  • Gangsstörung
  • Bewegungsstörungen
  • Kopfschmerzen

 

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

Laut Beipackzettel sind keine häufigen Nebenwirkungen bekannt.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Diazepam

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Appetitzunahme
  • Depression
  • Zunahme der Libido
  • Abnahme der Libido
  • Verlangsamung des Herzschlages

 

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Diazepam auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Erniedrigter Blutdruck
  • Veränderung des Pulsschlags
  • Stimmritzenkrampf
  • Brustschmerzen
  • Erbrechen
  • Oberbauchbeschwerden
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Mundtrockenheit
  • Gelbsucht
  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • Hautausschlag
  • Harnverhaltung
  • Störungen der Regelblutung

Vorsicht bei diesen Diazepam-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • Hautausschlag
  • Doppelbilder
  • Verschwommenes Sehen
  • Augenzittern
  • Halluzinationen
  • Akute Erregungszustände
  • Erregbarkeit
  • Reizbarkeit
  • Aggressives Verhalten
  • Unruhe
  • Nervosität
  • Feindseligkeit
  • Angstzustände
  • Selbstmordneigung
  • Schlafstörungen
  • Wutanfälle
  • Vermehrte Muskelkrämpfe
  • Albträume

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion, Sehstörung oder einer Wirkungsumkehr sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Diazepam

Diazepam stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Neugeborene und Säuglinge unter 6 Monaten
  • Allergie gegen Diazepam oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Abhängig von Alkohol
  • Abhängig von Drogen
  • Muskelschwäche
  • Atmungsstörung
  • Leberfunktionsstörungen

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