Dusodril - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Dusodril ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Durchblutungsstörungen in Extremitäten (Arme und Beine)  und im Gehirn eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Naftidrofuryloxalat. Dusodril steigert die Durchblutung in Armen und Beinen und verbessert zusätzlich die Blutversorgung des Gehirns.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Dusodril ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Dusodril

Zu Therapiebeginn werden 3-mal täglich 2 Retardtabletten verordnet. Dies entspricht 600 mg Naftidrofuryloxalat am Tag.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig.. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Durchfall

 

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Erhöhung des Blutzuckers
  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Blutdrucksenkung
  • Schwarzwerden vor den Augen beim Übergang vom Liegen ins Stehen
  • Entzündung der Speiseröhre
  • Nesselsucht

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Dusodril

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Benommenheit

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Dusodril auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Vom Gehirn ausgehende Krampfanfälle
  • Missempfindungen der Haut
  • Gefühl der Enge mit Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris)
  • Wasseransammlung im Gewebe (Ödeme)
  • Kurze Bewusstlosigkeit
  • Hepatitis
  • Gelbfärbung der Haut und der Augen (Gelbsucht)
  • Schwere Lebererkrankung
  • Anstieg der Leberenzyme
  • Schwellung des Gesichts
  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen

Vorsicht bei diesen Dusodril-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Schwellung von Gesicht, der Lippen oder der Zunge mit Verengung der Atemwege und dadurch Atemprobleme
  • Starker Juckreiz am ganzen Körper
  • Krampfanfälle 
  • Herzrhythmusstörungen

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion oder von Herzproblemen sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Dusodril sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Dusodril

Dusodril stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Akuter Herzinfarkt
  • Herzrhythmusstörungen
  • Engegefühl oder starke Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris)
  • Arterielle Blutungen
  • Niedriger Blutdruck
  • Schwindelgefühl
  • Schwarzwerden beim Übergang vom Liegen ins Stehen
  • Frischer Schlaganfall mit Blutungen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Krampfanfälle
  • Vermehrte Ausscheidung von Oxalsäure im Urin
  • Calciumhaltige Nierensteine

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