Eliquis - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Eliquis ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Verhinderung der Bildung von Blutgerinnseln im Herzen (bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen), sowie in den Beinvenen und in den Blutgefäßen der Lunge eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Apixaban und gehört zur Gruppe der Blutverdünner (Antikoagulantien).

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Eliquis ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

Inhalte

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Anwendung von Eliquis

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 2-mal täglich 1 Tablette zu 5 mg verordnet. 

Nehmen Sie die Tabletten mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie beispielsweise zur Behandlung von Gefäßverschluss der Venen oder einer Lungenembolie werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. 

Blutungen in den Augen, Blutungen im Magen, Blutungen im Darm - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Eliquis Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Haarausfall, Gewichtszunahme und Schwitzen gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Blutungen in den Augen
  • Blutungen im Magen
  • Blutungen im Darm
  • Blutungen aus dem Enddarm
  • Blut im Urin
  • Nasenbluten
  • Zahnfleischbluten
  • Blutergüsse verbunden mit Schwellungen
  • Blutarmut
  • Müdigkeit 
  • Blasse Haut
  • Niedriger Blutdruck
  • Schwächegefühl
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Übelkeit
  • Unwohlsein
  • Erhöhung des Enzyms Gamma Glutamyltransferase
  • Blutungen aus der Scheide

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Eliquis

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Blutungen im Gehirn 
  • Blutungen in der Wirbelsäule
  • Blutungen im Mund
  • Bluthusten
  • Helles/ rotes Blut im Stuhl
  • Austritt von Blut aus Operationswunden
  • Austritt von Blut aus dem Operationsschnitt
  • Austritt von Blut aus der Injektionsstelle
  • Hämorrhoidalblutung
  • Verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozyten)
  • Leberfunktionsstörungen
  • Gesteigerte Anzahl an Leberenzymen
  • Erhöhung des Bilirubinwerts
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Haarverlust
  • Allergische Reaktionen
  • Schwellungen des Gesichtes, der Lippen und des Halses
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Eliquis auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Blutungen in der Lunge
  • Blutungen im Rachen
  • Blutungen im Raum hinter der Bauchhöhle
  • Blutungen in einem Muskel

Vorsicht bei diesen Eliquis-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Eliquis

Eliquis stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Patienten, die älter als 75 Jahre sind
  • Patienten, die weniger als 65 kg wiegen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Dialyse-Patienten
  • Leberfunktionsstörungen
  • Patienten, mit einer künstlichen Herzklappe
  • Schwankender Blutdruck
  • Patienten, bei denen Operationen anstehen
  • Patienten mit Blutgerinnseln
  • Pilzinfektionen
  • HIV
  • Depressionen
  • Epilepsie
  • Tuberkulose

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