Infanrix - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Infanrix ist ein Impfstoff für Kinder, der vor 6 Krankheiten schützt. Das Präparat soll Kinder vor Diphtherie (bakterielle Infektion), Tetanus (bakterielle Infektion), Keuchhusten (Pertussis), Hepatitis B (Virusinfekt), Kinderlähmung (Virusinfekt), und die Hirnhautentzündung verursachende Haemophilus Influenzae Typ B (HI-B, Virusinfekt) schützen. Der Impfstoff unterstützt die Bildung von Antikörpern gegen diese Krankheiten.

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Anwendung von Infanrix

  • Insgesamt wird Infanrix mit 2 – 3 Impfungen verabreicht.
  • Der Abstand zwischen den Impfungen beträgt mindestens 1 Monat.
  • Der Arzt bestimmt zudem die Termine für Auffrischungsimpfungen.

Bitte beachten Sie, dass sich die Dosierungsangaben auf den Beipackzettel des Impfstoffes Infanrix beziehen.

Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber - Die häufigsten Nebenwirkungen

Unter der Anwendung von Infanrix kann es zu Nebenwirkungen mit unterschiedlicher Häufigkeit kommen. Häufig kommt es zu:

  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber ab 38 Grad Celsius
  • Schwellungen an der Injektionsstelle
  • ungewöhnliches Schreien
  • Reizbarkeit
  • Ruhelosigkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen

Vorsicht bei diesen Infanrix-Nebenwirkungen

Leider ist auch das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einnahme von Infanrix nicht ausgeschlossen:

  • schwere allergische Reaktionen
  • Kollaps
  • Bewusstlosigkeit
  • Wahrnehmungseinschränkung
  • Teilnahmslosigkeit
  • Krampfanfälle (auch mit Fieber)

Wird eine derartige schwerwiegende Nebenwirkung beobachtet, muss umgehend der Arzt aufgesucht werden.

Besondere Warnhinweise bei Infanrix

Wie auch bei anderen Impfstoffen schützt die Impfung möglicherweise nicht alle Geimpften vollständig. Eine Impfung sollte zunächst mit dem Arzt besprochen werden, wenn folgende Probleme bekannt sind:

  • Auffälligkeiten innerhalb von 48 Stunden nach einer Keuchhusten-Impfung (z. B. Fieber über 40 Grad, Kollaps, anhaltendes Schreiben von mehr als 3 Stunden)
  • bei Epilepsie, nicht-diagnostizierten oder fortschreitenden Erkrankungen des Gehirns
  • Blutungsneigungen
  • Neigung zu Fieberkrämpfen beim Kind oder in der Familie
  • bei Frühgeburten (28. Schwangerschaftswoche oder früher) können bis zu 72 Stunden nach der Impfung lange Atempausen auftreten. Eine Überwachung ist erforderlich.

Das Medikament darf nicht verabreicht werden, wenn folgende allergische Reaktionen bekannt sind:

  • auf die Antibiotika Neomycin oder Polymyxin
  • auf Formaldehyd
  • auf den Impfstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • auf eine andere Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Kinderlähmung oder Haemophilus Influenzae Typ B

Geimpft werden darf ebenfalls nicht bei Fieber über 38 Grad.

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