Lamotrigin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Lamotrigin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung der Epilepsie eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Lamotrigin und gehört zu der Gruppe der Antiepileptika. Diese verringern die unkontrollierte Weiterleitung von elektrischen Signalen in den Nervenzellen des Gehirns.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Lamotrigin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Lamotrigin

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 1 Tablette 1-mal täglich zu 25 mg verordnet. Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Abhängig von der Erkrankung und dem Stadium der Behandlung werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Lamotrigin Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Müdigkeit,  Haut, Leber, Husten, Sexualität, Gewicht und Vergesslichkeit gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl 
  • Schläfrigkeit
  • Benommenheit
  • Unbeholfene Bewegungen 
  • Fehlende Abstimmung der Bewegungsabläufe 
  • Doppeltsehen
  • Verschwommensehen
  • Übelkeit 
  • Erbrechen 
  • Hautausschlag

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Aggressivität
  • Reizbarkeit 
  • Rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen 
  • Zittern 
  • Schlafstörungen 
  • Durchfall 
  • Mundtrockenheit 
  • Müdigkeit 
  • Schmerzen in Rücken und Gelenken

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Lamotrigin

Laut Beipackzettel sind keine gelegentlichen Nebenwirkungen bekannt.

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Lamotrigin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Bindehautentzündung
  • Schwere Hautreaktionen 
  • Halluzinationen 
  • Verwirrtheit 
  • Ruhelosigkeit
  • Wackliger oder unsicherer Gang 
  • Unkontrollierbare Körperbewegungen
  • Unkontrollierbare Muskelkrämpfe
  • Zunahme der epileptischen Anfälle 
  • Veränderungen der Leberfunktion
  • Leberversagen 
  • Veränderungen des Blutbildes,
  • Erkrankung des Knochenmarks 
  • Unerwartete Blutungen und blaue Flecken 
  • Fieber
  • Schwellungen im Gesicht (Ödeme)
  • Geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend 
  • Verschlimmerung der Beschwerden einer bereits bestehenden Parkinson-Krankheit

Vorsicht bei diesen Lamotrigin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Hautausschläge oder Rötung
  • Abschälende Haut
  • Entzündung von Mund oder Augen 
  • Fieber
  • Grippeähnliche Symptome 
  • Schwellungen im Gesicht
  • Geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend 
  • Unerwartete Blutungen oder blaue Flecken 
  • Blaufärbung der Finger
  • Halsentzündung
  • Häufigere Infektionen (z. B. Erkältungen) 

Diese Symptome können Anzeichen von allergischen Reaktionen oder schwerwiegenden Hautreaktionen sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Lamotrigin

Lamotrigin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Osteoporose 
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
  • Eingeschränkte Leberfunktion
  • Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren
  • Schwangerschaft und Stillzeit

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