MCP - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

MCP ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur symptomatischen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei Migräne eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff Metoclopramidhydrochlorid und gehört zu der Gruppe Antiemetika (Medikamente gegen Erbrechen). Der Wirkstoff greift am so genannten Brechzentrum im Gehirn an und unterdrückt auf diese Weise Übelkeit und Brechreiz. Gleichzeitig blockiert er im Magen-Darm-Bereich die Bindungsstellen für den körpereigenen Botenstoff Dopamin. Dadurch beschleunigt er die Magenentleerung und regt die Darmbewegung an.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit MCP ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von MCP

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 3-mal täglich 1 Tablette MCP zu 10 mg verordnet. Die maximale empfohlene Behandlungsdauer beträgt 5 Tage.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein. Die Tabletten sind jeweils vor den Mahlzeiten unzerkaut einzunehmen.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie Beispielsweise bei älteren Patienten, Kinder über 1 Jahr, Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Bewusstseinsstörungen,Müdigkeit,Depression - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. MCP Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Muskelkrämpfe, Unruhe und Müdigkeit gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Bewusstseinsstörung im wachen Zustand (Somnolenz)

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Müdigkeit
  • Depression
  • Extrapyramidale Erkrankungen
  • Zittern, Gangunsicherheit, Muskelsteife  (Parkinsonismus)
  • Sitzunruhe
  • Niedriger Blutdruck
  • Durchfall
  • Schwäche
  • Kraftlosigkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen bei MCP

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Hautausschlag

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von MCP auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Überempfindlichkeit
  • Ausbleiben der Periode
  • Erhöhung des Prolaktinspiegels
  • Halluzinationen
  • Störungen des Muskeltonus
  • Störungen im Bewegungsablauf
  • getrübter Bewusstseinszustand
  • Erhöhte Herzfrequenz (Bradykardie)
  • Hautausschlag

Vorsicht bei diesen MCP-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Zittern
  • Muskelsteife
  • Sitzunruhe
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Blickstarre nach oben oder zur Seite
  • Verkrampfung der Gesichts- oder der Kaumuskulatur
  • Vorstrecken der Zunge
  • Verkrampfung der Schlund- und Zungenmuskulatur
  • Schiefhaltung oder Verdrehung des Kopfes und des Halses
  • Überstrecken der Wirbelsäule
  • Beugekrämpfe der Arme
  • Selten Streckkrämpfe der Beine

Diese Symptome können u. a. Anzeichen für Parkinsonismus, eines dyskinetischen Syndroms oder Herzrhythmusstörungen sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei MCP

MCP stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder unter 1 Jahr
  • Blutungen im Magen-Darmbereich
  • Neurologische Erkrankungen
  • Hoher Methämoglobinspiegel (Methämoglobinämie)
  • Herzerkrankungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Epilepsie
  • Morbus Parkinson
  • Prolaktinabhängige Tumoren

MCP darf nicht mit Medikamenten gegen Morbus Parkinson eingenommen werden. Die Wirkungen würden sich gegenseitig aufheben.

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