Moxonidin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Moxonidin ist ein Medikament, das zur Behandlung von Bluthochdruck (essentieller Hypertonie) eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff und gehört zur Gruppe der Imidazolinderivate.

Anwendung von Moxonidin

Das Medikament sollte immer genau nach der Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers eingenommen werden. Falls es Ihr Arzt nicht anders verordnet hat, erfolgt die Einnahme gemäß der Beschreibung in dem Beipackzettel. Die Anwendung beginnt in der Regel mit der Einnahme von je einer Tablette (0,2 mg) am Morgen. Nach drei Wochen kann der Arzt die Dosierung verändern: Die Einnahme erfolgt dann entweder zwei Mal am Tag mit je einer Tablette (morgens und abends) oder durch Erhöhung der Dosis auf 0,4 mg Moxonidin pro Tablette. Nach weiteren drei Wochen kann die Tageshöchstdosis auf 0,6 mg erhöht werden. Nehmen Sie diese Erhöhung niemals selbst vor – sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Bitte beachten Sie, dass sich die Dosierungsangaben auf Moxonidin ct 0.4mg Filmtabletten beziehen. Schauen Sie in den beiliegenden Beipackzettel. Kinder unter 16 Jahren sollten auf die Einnahme verzichten. Nehmen Sie niemals die doppelte Dosis und brechen Sie die Anwendung niemals abrupt ab.

Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel - Die häufigsten Nebenwirkungen

Bei der Einnahme dieses Medikaments kann es sehr häufig zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Mundtrockenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel- oder Schläfrigkeitsgefühle
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Moxonidin

Patienten klagen gelegentlich über:

  • Depressionen
  • Angstgefühle
  • geschwollene Hände oder Fußknöchel
  • Flüssigkeitseinlagerungen
  • Schwächegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Ohrenschmerzen
  • Störungen der Harnfunktion
  • allergische Hautreaktionen
  • trockener Juckreiz
  • brennende Augen
  • Kribbeln
  • Taubheitsgefühl in Fingern und Zehen
  • Durchblutungsstörungen
  • Schwellungen der Brust

Schwere Nebenwirkungen bei Moxonidin

Wichtig: Brechen Sie die Einnahme sofort ab, wenn Sie unter diesen schweren Nebenwirkungen leiden:

  • Atembeschwerden
  • Leberbeschwerden
  • Engegefühl in der Brust
  • Schwellung an Hals und Gesicht
  • Verfärbungen des Urins

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

  • Schnelle Risikobewertung ermöglichen
  • Arzneimittelsicherheit verbessern
  • Mitmenschen schützen

Besondere Warnhinweise bei Moxonidin

Moxonidin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Begleiterkrankungen dar und sollte nicht eingenommen werden bei:

  • Unverträglichkeit mit Moxonidin oder anderen Bestandteilen
  • Herzprobleme
  • verhärtete Arterien
  • schwere Leber- oder Nierenerkrankung
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen sollten vor Beginn der Einnahme mit Ihrem Arzt sprechen. Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie nach der Einnahme über Schwindel und Schläfrigkeit klagen, bedienen Sie bitte keine Maschinen und nehmen Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teil.

Sie leiden auch unter den Nebenwirkungen?

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und melden Sie Ihre Nebenwirkungen in unter 2 Minuten.
✔ Melden Sie Ihre Beschwerden hier sicher und direkt an den Hersteller
✔ Helfen Sie Ihren Mitmenschen und schützen Sie dabei Ihre Identität
✔ Erhalten Sie Rückmeldung über die offizielle Erfassung Ihres Falles