Prepacol - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Prepacol ist ein Laxativum und enthält die Wirkstoffkombination Bisacodyl, Natriummonohydrogenphosphat und Natriumdihydrogenphosphat. Es wird zur Darmentleerung vor Röntgenuntersuchungen des Magen-Darm-Traktes eingenommen. Das Medikament wird auch zur Vorbereitung einer Koloskopie (Darmspiegelung) eingesetzt.

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Anwendung von Prepacol

Nehmen Sie das Medikament bitte immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Falls Ihr Arzt Ihnen die Anwendung des Medikaments nicht abweichend vom Beipackzettel verordnet hat, gelten folgende Angaben:

  • Bereits zwei Tage vor Ihrer Untersuchung sollten Sie auf blähende Speisen und Getränke verzichten.
  • Einen Tag vor der Untersuchung sollte die Prepacol Lösung spätestens um 18 Uhr mit ungefähr 70 ml Wasser verdünnt eingenommen werden. Trinken Sie anschließend ein großes Glas Wasser mit ca. 250 ml. Danach sollte keine Nahrungsaufnahme mehr stattfinden.
  • 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme, spätestens um 22 Uhr, nehmen Sie die 4 Tabletten unzerkaut mit etwas Wasser ein. Trinken Sie danach wieder ein großes Glas Wasser.
  • Vermeiden Sie bitte auch am Tag der Untersuchung die Aufnahme von fester Nahrung und nehmen Sie genügend kohlensäurefreies Mineralwasser zu sich.

Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Wenn Sie das Medikament einnehmen, kann es zu verschiedenen Nebenwirkungen mit unterschiedlicher Häufigkeit kommen. Nach der Einnahme von Prepacol kann es häufig zu diesen Nebenwirkungen kommen:

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchblähungen
  • Darmgeräuschen
  • Schwindel
  • Schwäche
  • Schmerzen

Vorsicht bei diesen Prepacol-Nebenwirkungen

Leider ist auch das Auftreten von schwerwiegenderen Nebenwirkungen nach der Einnahme von Prepacol nicht ausgeschlossen:

  • allergische Reaktionen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Dehydration (Abnahme der Körperflüssigkeit)
  • Hypokaliämie (Abnahme des Kaliumspiegels im Blut)
  • Hyponatroämie (Abnahme des Natriumspiegels im Blut)
  • Krämpfe
  • Durchfall mit Stuhlinkontinenz

Bei anderen Arzneimitteln derselben pharmakologischen Klasse kam es bei einer Überdosierung des Medikaments bei Hoch-Risikopatienten, wie Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung oder einer Erkrankung mit Prädispositon für eine gastrointestinale Stauung, zu einem Anstieg des Phosphat- und Natriumspiegels im Blut. Außerdem zu der Abnahme des Calciumspiegels und Azidose (Übersäuerung), die Krämpfe, Koma oder Nierenversagen verursachen können.

Besondere Warnhinweise bei Prepacol

  • Das Medikament darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch auf einen der Bestandteile des Arzneimittels (Bisacodyl, Natriumphosphatsalze) reagieren.
  • Auch bei einer schweren Nierenfunktionsstörung darf das Medikament nicht eingenommen werden.
  • Für Kinder unter 15 Jahren ist das Arzneimittel nicht geeignet.
  • Wenn Sie an dekompensierter Herzinsuffizienz oder einer akuten entzündlichen Darmerkrankung leiden, dürfen Sie das Medikament ebenfalls nicht einnehmen.
  • Das Medikament darf nicht eingenommen werden, wenn Sie ein toxisches Megakolon (eine übermäßige Erweiterung des Dickdarms) oder einen Verschluss oder eine Perforation im Magen-Darm Trakt haben oder vermuten.
  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte das Medikament nicht eingenommen werden, außer dies ist deutlich erforderlich.

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