Simponi - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Simponi  ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis und Colitis ulcerosa eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Golimumab und gehört zu der Gruppe Tumornekrosefaktor-Blocker (TNF-alpha-Blocker). Entzündungen im Körper werden durch die Bindung von einem entzündlichen Botenstoff (Tumornekrosefaktor) an bestimmten Bindungsstellen ausgelöst. TNF- Blocker blockieren die Bindungsstelle für den Botenstoff, dadurch kann der Botenstoff nicht zur Wirkung kommen und die Entzündung wird reduziert. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Simponi ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Simponi

Zu Therapie wird eine Dosis von 50 mg 1-mal im Monat empfohlen. Dies ist exakt die Füllmenge eines vorgefüllten Injektors. Diese Anwendung wird jeden Monat am gleichen Tag eingespritzt. Sprechen Sie vor der vierten Dosis mit Ihrem Arzt. Dieser wird entscheiden wie die weitere Dosierung von Simponi bei Ihnen fortgesetzt wird.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen (rheumatoide Arthritis, Psoriasis- Arthritis, axiale Spondyloarthritis und Colitis ulcerosa) werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Infektionen der oberen Atemwege, Halsschmerzen, Heiserkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Simponi Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Haut, Augen, und Müdigkeit gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Infektionen der oberen Atemwege
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Schnupfen

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Erhöhung der Leberenzyme
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln
  • Oberflächliche Pilzinfektionen
  • Abzesse der Haut
  • Bakterielle Infektionen
  • Niedrige Anzahl roter Blutkörperchen
  • Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Positiver Bluttest auf Lupus
  • Allergische Reaktionen
  • Verdauungsstörungen
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Grippe
  • Bronchitis
  • Nasennebenhöhleninfektion
  • Fieberbläschen (Herpes)
  • Bluthochdruck
  • Fieber
  • Asthma
  • Kurzatmigkeit
  • Keuchen
  • Magen- Darmerkrankungen
  • Entzündungen der Magenschleimhaut
  • Entzündungen des Dickdarms
  • Schmerzen und Geschwüre im Mundraum

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Simponi

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Infektionen der Nieren
  • Krebs
  • Hautkrebs
  • Blasenbildung auf der Haut
  • Schwere Infektionen im ganzen Körper (Sepsis)
  • Niedriger Blutdruck
  • Schuppenflechte an den Handflächen oder Fußsohlen
  • Niedrige Anzahl der Blutplättchen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Anstieg des Blutzuckerspiegels
  • Anstieg des Cholesterinspiegels
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Sehstörungen
  • Augenentzündungen
  • Allergische Reaktionen am Auge
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Blutgerinnsel
  • Erröten der Haut
  • Verstopfung
  • Chronisch- entzündlicher Zustand der Lunge
  • Saures Aufstoßen
  • Gallensteine
  • Lebererkrankungen
  • Brusterkrankungen
  • Störungen der Regelblutung

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Simponi auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Störung der Bildung von Blutzellen im Knochenmark
  • Stark verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Infektionen der Gelenke mit umliegenden Gewebe
  • Wundheilung ist verlangsamt
  • Entzündung der Blutgefäße innerer Organe
  • Blutkrebs (Leukämie)
  • Melanom (eine Art Hautkrebs)
  • Merkelzellkarzinom (eine Art Hautkrebs)
  • Flechtenartiger Ausschlag
  • Juckender, rötlicher bis purpurroter Hautausschlag
  • Fadenförmige weißliche-graue Linien auf den Schleimhäuten
  • Schuppige, sich abschälende Haut
  • Erkrankungen des Immunsystems
  • Schmerzen und Verfärbungen in Fingern  und Zehen
  • Geschmacksstörungen
  • Harnblasenerkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Entzündungen der Blutgefäße der Haut
  • Seltene Form von Blutkrebs

Vorsicht bei diesen Simponi-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Fieber
  • Husten
  • Atemnot
  • Grippe
  • Durchfall
  • Wunden
  • Zahnprobleme
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Häufiges Wasserlassen
  • Gewichtsabnahme
  • Müdigkeit
  • Nachtschweiß
  • Atemnot
  • Geschwollene Füße
  • Veränderte Sehfähigkeit
  • Schwäche oder Taubheit  in Armen und Beinen
  • Gelenkschmerzen
  • Blutergüsse
  • Blutungen
  • Blässe
  • Schwellungen von Gesicht, der Lippen oder der Zuge mit Verengung der Atemwege
  • Atemnot
  • Hautausschlag
  • Nesselsucht
  • Schwellung der Füße oder der Knöchel

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer Infektion, Tuberkulose, Herzinsuffizienz, multiplen Sklerose, Lupus erythematodes, Bluterkrankung und einer allergischen Reaktion sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Simponi

Simponi stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Infektionen
  • Tuberkulose
  • Herzinsuffizienz
  • Multiple Sklerose
  • Lupus erymatodes
  • Bluterkrankungen

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