Solvex - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Bevor auf die Nebenwirkungen von Solvex eingegangen wird, ist ein kurzer Blick auf die Wirkweise hilfreich. Solvex gehört zu den Antidepressiva und setzt auf den Wirkstoff Reboxetin. Dieser gehört zu den selektiven Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern. Diese bewirken, dass in die Übermittlung von Signalen im Gehirn eingegriffen wird. Das führt zu einer längeren Wirkungsdauer von stimmungsaufhellenden Botenstoffen. Zum Einsatz kommt das Medikament bei schwerwiegenden Depressionen. Es wird auch eingesetzt, um eine klinische Besserung, zum Beispiel bei einer Major-Depression, aufrechtzuerhalten, nachdem anfänglich eine Verbesserung der Symptome nach der Einnahme des Wirkstoffs Reboxetin festgestellt wurde.

Anwendung von Solvex

Üblicherweise nehmen laut Beipackzettel erwachsene Patienten 8 mg des Medikaments täglich ein. Das heißt, dass zweimal täglich eine 4 mg Tablette eingenommen werden soll. Wird gut auf das Medikament angesprochen, so kann der behandelnde Arzt die Dosis schrittweise auf bis zu 10 mg täglich erhöhen. Dabei ist aber zu beachten, dass die Tagesgesamtdosis nicht mehr als 12 mg sein soll. Wenn Patienten eine beeinträchtigte Leber- oder Nierenfunktion haben, so sollte zu Beginn die Tagesmaximaldosis nicht mehr als 4 mg betragen. Im Idealfall wird je eine Tablette zu je 4 mg morgens und abends mit einem Schluck Wasser eingenommen. Wichtig für die Anwendung ist hierbei, dass die Tablette bei der Einnahme nicht zerkaut wird.

Häufige Nebenwirkungen bei Solvex

Wie bei allen Medikamenten können auch bei der Anwendung von Solvex Nebenwirkungen auftreten. Bei Solvex sind die meisten der Nebenwirkungen nicht schwerwiegend und treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Häufig lassen sich leichte Schwindelgefühle, Mundtrockenheit, Schlafstörungen, vermehrtes Schwitzen und mitunter auch Blähungen beobachten. Seltener treten Nebenwirkungen wie Angst, Kopfschmerzen, Reizbarkeit oder eine erhöhte Herzfrequenz auf.

Schwere Nebenwirkungen bei Solvex

Selten tritt bei der Behandlung mit dem Medikament ein Glaukom (grüner Star) auf. Verantwortlich dafür ist ein erhöhter Augeninnendruck. Des Weiteren kann die Behandlung zu einem erhöhten Aggressionspotential und zu Halluzinationen führen. In sehr seltenen Fällen kann es zu einem sogenannten Raynaud-Syndrom kommen. Tritt dieses auf, dann werden die Gliedmaßen weniger gut mit Blut versorgt, vor allem die Finger und die Zehen werden dann oftmals kalt und gefühllos. Eine Nebenwirkung, auf die besonders geachtet werden sollte, ist das Auftreten von suizidalen Gedanken nach der Beendigung einer Behandlung mit Solvex. Ist diese Nebenwirkung zu beobachten, sollte zügig ein Arzt konsultiert werden.

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

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Besondere Warnhinweise bei Solvex

Das Medikament darf nicht eingenommen werden, wenn der Patient ein Krampfleiden hat oder Epilepsie hat. Auch eine Herzerkrankung in der Vorgeschichte führt zum sofortigen Ausschluss von Solvex. Mitunter kann es vor allem zu Beginn einer Behandlung mit dem Medikament zu einer geringen Verschlechterung der depressiven Symptome führen. Das liegt unter anderem daran, dass das Medikament ungefähr zwei Wochen braucht, bis eine spürbare Wirkung feststellbar ist.

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