Stelara - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Stelara ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Schuppenflechte sowie entzündlichen Erkrankungen der Gelenke (Arthritis) und des Darms (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Ustekinumab, einen monoklonalen Antikörper  und gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva. Es bindet zwei Botenstoffe des körpereigenen Immunsystems (Interleukin 12 und 23) und unterdrückt dieses somit teilweise.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Stelara ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

Inhalte

Anwendung von Stelara

Das Spritzen von Stelara sollte nur von medizinischem Fachpersonal oder nach einer Schulung durch dieses selbst durchgeführt werden.

Für Erwachsene wird zur Behandlung von Psoriatischer Arthritis eine Dosis von 45 mg empfohlen. Bei Patienten, die mehr als 100 Kilogramm wiegen, kann die Anfangsdosis bei 90 mg liegen. Zur Behandlung von Morbus Crohn wird zu Beginn eine Dosis von ungefähr 6 mg pro Kilogramm Körpergewicht verwendet. Danach wird auf 90 mg erhöht.

Bei Kindern und Jugendlichen, die weniger als 60 Kilogramm wiegen, wird zur Behandlung von Psoriasis eine Dosis von 0,75 mg pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Nach der ersten Dosis wird die zweite vier Wochen später und danach alle zwölf Wochen verabreicht.

Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Durchfall, Übelkeit, Erbrechen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Stelara Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Haut, Gelenkschmerzen und Haarausfall gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Müdigkeitsgefühl
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Juckreiz
  • Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Halsentzündungen
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Infektion der oberen Atemwege
  • Rötungen und Schmerzen an der Injektionsstelle

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Stelara

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Zahnentzündungen
  • Vaginale Hefepilzinfektionen
  • Infektionen der unteren Atemwege
  • Gürtelrose
  • Depressionen
  • Verstopfte Nase
  • Schwächegefühl
  • Ablösen der Haut
  • Akne
  • Veränderung der Schuppenflechte hinzu neuen gelben oder weißen Hautbläschen
  • Überhitzung von Hautbereichen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Blutungen oder Blutergüsse an der Injektionsstelle
  • Schwellungen oder Verhärtungen an der Injetionsstelle
  • Juckreiz an der Injektionsstelle

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Stelara auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Allergische Reaktionen
  • Anschwellen von Haut oder Schleimhaut
  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Fieber.

Vorsicht bei diesen Stelara-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Beschwerden beim Atmen oder Schlucken
  • Niedriger Blutdruck
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund und Hals
  • Geschwollene Hände, Füße, Knöchel
  • Hautausschlag
  • Nesselausschlag
  • Fieber
  • Starker hartnäckiger Husten
  • Grippeähnliche Symptome
  • Durchfall
  • Zahnprobleme
  • Wunde Stellen
  • Schälen der Haut

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion bzw. einer Überempfindlichkeitsreaktion, von Infektionen (einschließlich Tuberkulose) oder schweren Hautreaktionen sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Stelara

Stelara stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Infektionen, selbst leichte
  • Offene Wunden
  • Tuberkulose
  • Krebs
  • Geplante oder vor kurzem durchgeführte Impfungen
  • Injektionen zur Behandlung von Allergien
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Inhalte

Bei Kindern unter 12 Jahren wird Stelara zur Behandlung von Psoriasis nicht verwendet. Dies gilt ebenso für die Behandlung von psoriatischer Arthritis oder Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Meine Nebenwirkung online melden

Sie leiden unter Nebenwirkungen durch eines Ihrer Medikamente oder haben einen Verdacht? Melden Sie Ihre Beschwerden jetzt diskret online und tragen Sie aktiv zur Arzneimittelsicherheit für sich und andere bei.

Ihre Daten werden zu 100% vertraulich behandelt